Mecklenburg-VorpommernKom.EMS steht kostenfrei zur Verfügung

Das Energiemanagement-System Kom.EMS steht Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern ab sofort kostenfrei zur Verfügung.
(Bildquelle: Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH)
Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV) stellt Städten, Gemeinden und Landkreisen im Land ab sofort das kommunale Energiemanagement-System Kom.EMS kostenfrei zur Verfügung. Das Angebot erfolgt im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern und soll Kommunen dabei unterstützen, den Energieverbrauch ihrer Liegenschaften und weiterer Einrichtungen systematisch zu erfassen und zu senken.
Über die Online-Plattform können Kommunen nach Angaben der LEKA MV unter anderem die Verbräuche von Gebäuden, Straßenbeleuchtung und Abwasserinfrastruktur erfassen, überwachen und auswerten. Die Daten sollen helfen, Verbrauchsentwicklungen nachzuvollziehen und Einsparpotenziale zu erkennen. Eine neu eingerichtete Koordinierungsstelle der LEKA MV berät Kommunen bei der Einführung und Anwendung des Systems. Zudem stellt sie Arbeitshilfen und Checklisten bereit und unterstützt den Austausch zwischen teilnehmenden Kommunen.
Das Energiemanagement lässt sich schrittweise aufbauen und in den Qualitätsstufen Basis, Standard oder Premium zertifizieren. Damit können nach Angaben der Agentur auch Kommunen mit begrenzten personellen Kapazitäten zunächst mit einzelnen Bausteinen beginnen.
LEKA-MV-Geschäftsführer Gunnar Wobig verweist auf Erfahrungen aus anderen Bundesländern. Demnach ließen sich allein mit nicht- und geringinvestiven Maßnahmen im Durchschnitt rund 15 Prozent der Energiekosten kommunaler Gebäude einsparen. Als Beispiele nennt die Agentur ein konsequentes Verbrauchscontrolling und die bedarfsgerechte Anpassung des Heizungsbetriebs.
Kom.EMS steht für „Kommunales Energiemanagement-System“ und wurde gemeinsam von mehreren Landesenergieagenturen entwickelt. Nach Angaben der LEKA MV wird das System inzwischen in 13 Bundesländern eingesetzt. Das zugehörige Wissensportal enthält 182 Vorlagen, Checklisten und Berechnungshilfen. Inhaltlich deckt das System fünf Handlungsfelder ab: interne und externe Kommunikation, Organisation, Monitoring und Controlling, investive Maßnahmen sowie Energiebeschaffung.
Die Einführung erfolgt vor dem Hintergrund des im Juni 2026 beschlossenen Klimaverträglichkeitsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern. Es legt für das Land das Ziel der Netto-Treibhausgasneutralität bis 2045 fest. Gemeinden und Landkreisen wird empfohlen, sich bis 2035 klimaneutral zu organisieren; Kreise und kreisfreie Städte müssen bis 2030 eigene Klimaanpassungskonzepte vorlegen. Klimaschutzminister Till Backhaus sieht Kom.EMS als ein Instrument, das Kommunen bei der Umsetzung dieser Ziele unterstützen kann.
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