PwCAlarmierende Klimastudie

Eine aktuelle PwC-Studie warnt: Um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, müssen die globalen Emissionen siebenmal schneller sinken als bisher.
(Bildquelle: 123RF.com)
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC warnt in einer neuen Studie, dass die Weltgemeinschaft ihre Anstrengungen zur Emissionsminderung deutlich verstärken muss, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Laut dem Net Zero Economy Index 2023 muss die jährliche Dekarbonisierungsrate auf 17,2 Prozent gesteigert werden – im Vergleich zu 2,5 Prozent im vergangenen Jahr. Das ist sieben Mal schneller als bisher und zwölf Mal schneller als der globale Durchschnitt der letzten zwei Jahrzehnte.
Gunther Dütsch, Partner bei PwC Deutschland, betont die Dringlichkeit: „Die Ergebnisse der Studie sind erneut alarmierend und zeigen, dass es jetzt einer gemeinsamen globalen Anstrengung bedarf, um die Emissionen im notwendigen Umfang zu reduzieren.“ Die gute Nachricht sei, dass die Nutzung erneuerbarer Energien deutlich zugenommen habe. Die Solarenergie verzeichnete ein Rekordwachstum von fast 25 Prozent, die Windenergie legte um gut 13 Prozent zu. Dieser Trend ist laut der Studie vor allem in Asien (insbesondere China), den USA und Europa zu beobachten. Um die Klimaziele zu erreichen, seien jedoch eine umfassendere Transformation der Wirtschaftssektoren und eine stärkere Unterstützung der Entwicklungsländer notwendig.
#bild2 Die Studie zeigt auch eine große Lücke zwischen den globalen Klimaambitionen und den tatsächlichen Fortschritten. Seit dem Jahr 2000 hat kein einziges G20-Land eine Dekarbonisierungsrate von mehr als 11 Prozent erreicht. Großbritannien erreichte 2014 mit minus 10,9 Prozent den höchsten Wert. Um das IPCC-Ziel (Intergovernmental Panel on Climate Change) von 43 Prozent Emissionsreduktion bis 2030 zu erreichen, muss die Weltgemeinschaft jetzt dringend handeln, so das Fazit der Studie.
Download der Studie (PDF, 4,4 MB)
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