Samstag, 18. Juli 2026

MainovaDurchwachsene Zahlen

[17.04.2015] Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat die Bilanz für 2014 vorgelegt. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wurde laut Vorstandschef Alsheimer ein solides Ergebnis erzielt.
Bilanzpressekonferenz: Mainova-Vorstand stellt Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2014 vor.

Bilanzpressekonferenz: Mainova-Vorstand stellt Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2014 vor.

v.l.: Mainova-Vertriebsvorstand Norbert Breidenbach; Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG; Mainova-Technikvorstand Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner und Mainova-Personalvorstand Lothar Herbst

(Bildquelle: Mainova AG)

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat das Unternehmen Mainova gestern über den Verlauf des Geschäftsjahrs 2014 informiert. Der Konzern hat demnach einen Gewinn vor Ertragssteuern (EBT) in Höhe von knapp 106 Millionen Euro erzielt. Das um temporäre Bewertungseffekte bereinigte Ergebnis lag bei rund 136 Millionen Euro (Vorjahr: über 128 Millionen Euro). Vorstandschef Constantin H. Alsheimer erklärte: „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat die Mainova ein solides Ergebnis erzielt. Im Wettbewerb sind wir erfolgreich. Unser Effizienzprogramm EINS wirkt sich nachhaltig aus.“

Durchwachsene Ergebnisse

Die einzelnen Geschäftsbereiche erzielten recht unterschiedliche Ergebnisse. Beim Gasvertrieb sank der Gewinn auf rund 53 Millionen Euro, ein Rückgang um gut 20 Millionen Euro. Bei der Wärmeversorgung wurde ein Verlust von knapp über vier Millionen Euro erwirtschaftet, das Ergebnis sank hier um sieben Millionen Euro. Die Stromerzeugung trug nur noch mit 400.000 Euro zum Ergebnis bei. Den Rückgang um 16 Millionen Euro begründet Mainova mit der Risikovorsorge für das Gemeinschaftskraftwerk Irsching in Höhe von fast 18 Millionen Euro.
Mehreinnahmen wurden bei der Stromversorgung erzielt. Das Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 23 Millionen Euro auf ein Plus von 6,7 Millionen Euro. Als Grund hierfür nennt das Unternehmen die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten. Fast 81 Millionen Euro brachten die Beteiligungen ein. Nach Angaben von Mainova resultierte die Ergebnisverbesserung in Höhe von über 23 Millionen Euro im Wesentlichen aus einem Einmaleffekt, der auf die Beendigung eines Rechtsstreits bei einer Beteiligung zurückzuführen ist. Wichtigste Ertragssäule sei die Beteiligung an der Thüga gewesen, die einen traditionell hohen Ergebnisbeitrag leistete.

Erfolgreich beim Schuldenabbau

Trotz vielfältiger Herausforderungen konnte das Unternehmen die Schulden abbauen. Laut Vorstandschef Alsheimer wurden die Verbindlichkeiten um über 68 Millionen Euro auf gut 692 Millionen Euro gesenkt. Damit sei die Eigenkapitalquote um 1,2 Prozentpunkte auf 36,6 Prozent gestiegen. Auch bei der Gewinnung von Konzessionsverträgen seien Erfolge erzielt worden. In den Kommunen Hochheim am Main, Eppstein und Steinbach bleibt Mainova Partner für die Energieversorgung. In Mörfelden-Walldorf wurde gemeinsam mit der Stadt eine neue Netzgesellschaft gegründet. Zu Beginn des Jahres 2015 hat zudem die Stadt Frankfurt am Main die Verträge für die Stromkonzession mit Mainova verlängert (20959+wir berichteten).

Hohe Investitionen

Die Investitionen seien weiterhin auf einem hohen Niveau. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben im Jahr 2014 fast 96 Millionen Euro in Sachanlagen. Der Ausbau und die Ertüchtigung des Fernwärmesystems sei dabei die größte Einzelinvestition in die Frankfurter Energienetze in der Geschichte von Mainova. Insgesamt werde das Unternehmen bis zum Jahr 2016 rund 130 Millionen Euro in Netze und Erzeugungsanlagen investieren. Alsheimer sagte: „Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag für die Klimaziele der Stadt Frankfurt. Durch den Ausbau werden jährlich 100.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Das allein sind fast 20 Prozent der für den Sektor Energieversorgung vorgesehenen Einsparungen.“

Chancen in neuen Geschäftsfeldern

Auch bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien ist Mainova aktiv. Seit Mai 2014 betreibt das Unternehmen gemeinsam mit zwölf Partnern der Thüga-Gruppe eine Power-to-Gas-Anlage (18809+wir berichteten). Diese Technologie sei ein wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende, da sie überschüssig erzeugten Ökostrom speichern und bei Bedarf wieder umwandeln kann, gab sich Alsheimer überzeugt.
Der sich verändernde Markt biete auch für Mainova große Chancen in neuen Geschäftsfeldern, in denen sich das Unternehmen als Partner für innovative Energielösungen positionieren wolle. Zurzeit liege der Fokus auf Mieterstrom- und Pachtmodellen mit Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerken. Hier kooperiere Mainova eng mit der regionalen Immobilienwirtschaft. Beispielsweise sollen auf Gebäuden der ABG Frankfurt Holding PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von fünf Megawatt installiert werden. Die Mainova betreibt die Anlagen und vermarktet den so erzeugten Strom direkt an die Mieter der angeschlossenen Liegenschaften. Beim Ausblick für das Geschäftsjahr 2015 gab sich Mainova zurückhaltend. Der Frankfurter Versorger erwartet ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.



Stichwörter: Unternehmen, Mainova, Bilanzen


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

rku․it: hsag AI Suite wird Teil von NextGen Market

[13.07.2026] rku․it nimmt die Anwendung hsag AI Suite in sein Partner-Ökosystem NextGen Market auf und erweitert damit sein Angebot für KI-gestützten Kundenservice in der Energiewirtschaft. Die Plattform soll Energieversorgern den Einsatz intelligenter Serviceprozesse erleichtern und lässt sich in unterschiedliche IT-Landschaften integrieren. mehr...

Hamburger Energienetze: Freie und Hansestadt profitiert vom Ergebnis

[10.07.2026] Die Hamburger Energienetze haben im Jahr 2025 ihre Investitionen in die Energieinfrastruktur deutlich erhöht und gleichzeitig ihre Gewinnabführung an die Stadt gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens stiegen zudem Umsatz und Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr. mehr...

Call for Applications: Förderung von hessischen Energie-Start-ups

[09.07.2026] Der hessische Energie-Akzelerator genesis startet in die dritte Runde und öffnet erneut die Bewerbung für Green-Energy-Start-ups. Bis zum 31. Juli 2026 können sich junge Unternehmen aus Hessen um Unterstützung bei Validierung, Marktzugang und Skalierung bewerben. mehr...

STAWAG: Vorstand für weitere fünf Jahre verlängert

[07.07.2026] Wilfried Ullrich bleibt für weitere fünf Jahre Vorstand von STAWAG. Der Aufsichtsrat setzt damit in einer Phase der Energie- und Wärmewende auf Kontinuität an der Unternehmensspitze. mehr...

German Brand Award: Badenova hat Auszeichnung erhalten

[06.07.2026] Der regionale Energieversorger Badenova ist beim German Brand Award 2026 doppelt ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der neue Markenauftritt, der den Wandel des Unternehmens zur Gestalterin der Energie- und Wärmewende sichtbar machen soll. mehr...

Stadtwerke Bochum: Milliardeninvestitionen geplant

[03.07.2026] Nach einem Gewinn von über 100 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 planen die Stadtwerke Bochum Investitionen von rund einer Milliarde Euro bis 2030 an. Schwerpunkte sind der Ausbau der Wärme- und Strominfrastruktur sowie die Digitalisierung der Energienetze. mehr...

Modernes Bürogebäude des Energieversorgers Entega mit mehreren Fahnenmasten, auf denen Entega-Flaggen wehen. Vor dem Gebäude befinden sich eine gepflegte Rasenfläche, ein Parkplatz mit Fahrrädern und Autos sowie Bäume. Der Himmel ist klar und sonnig.

Entega: Planzahlen übertroffen

[02.07.2026] Entega hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Betriebsergebnis als geplant abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben sollen in den kommenden Jahren rund 1,1 Milliarden Euro in Strom- und Wärmenetze, Glasfaser sowie die Wasserinfrastruktur in Südhessen investiert werden. mehr...

Mainova: Starkes operatives Geschäft

[02.07.2026] Mainova hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren bereinigten Konzernergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren an. mehr...

Außenansicht der RheinEnergie-Unternehmenszentrale: Das moderne, mehrgeschossige Bürogebäude mit heller Metall-Glas-Fassade trägt gut sichtbar den Schriftzug „RheinEnergie“. Im Vordergrund liegen eine gepflegte Rasenfläche und ein zylindrischer Lüftungsbau, links verläuft ein Fuß- und Radweg entlang einer Baumreihe. Der Himmel ist wolkenlos und blau.

RheinEnergie: Ergebnis gesteigert

[30.06.2026] RheinEnergie hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 275,6 Millionen Euro abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Überschüsse vor allem Investitionen in Energie-, Wärme- und Wasserinfrastruktur sowie in den Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen. mehr...

bericht

Trianel: Prognose deutlich übertroffen

[29.06.2026] Trianel hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Vorsteuerergebnis von über 46 Millionen Euro abgeschlossen und die eigene Planung nach Unternehmensangaben um fast 50 Prozent übertroffen. Zwar blieben Umsatz und Gewinn unter den außergewöhnlich hohen Vorjahreswerten, die Geschäftsführung wertet das Ergebnis jedoch als Beleg für die Stabilität des Geschäftsmodells. mehr...

evm: Gewinn mit neuen Kunden

[29.06.2026] Einen Gewinn von rund 56 Millionen Euro erzielt die Energieversorgung Mittelrhein im Geschäftsjahr 2025. Nun will der Koblenzer Versorger verstärkt in Stromnetze sowie Wind- und Solarparks investieren. mehr...

Stadtwerke Krefeld: Stabiles Ergebnis für 2025

[26.06.2026] Die SWK haben ihr Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem stabilen Ergebnis abgeschlossen und investieren weiter in Energie-, Verkehrs- und Entsorgungsinfrastruktur. mehr...

TWL: Planzahlen deutlich übertroffen

[25.06.2026] Die Technischen Werke Ludwigshafen haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 9,1 Millionen Euro abgeschlossen. Damit lag das Ergebnis deutlich über dem geplanten Wert von 3,8 Millionen Euro. Zugleich erhöhte das Unternehmen seine Investitionen in Netze und Infrastruktur. mehr...

Thüga: Neuer Chef des Aufsichtsrats

[25.06.2026] Der Aufsichtsrat der Thüga Holding hat Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Die Wahl erfolgte im Zuge der turnusmäßigen Neukonstituierung des Gremiums nach der Hauptversammlung 2026. mehr...

Mehrere Fahnen der Stadtwerke Osnabrück wehen an Fahnenmasten vor einem klaren blauen Himmel. Die Sonne scheint durch die Baumkronen im Vordergrund und erzeugt einen Lichtreflex. Auf den Fahnen sind das Logo und der Schriftzug der Stadtwerke Osnabrück zu erkennen.

Stadtwerke Osnabrück: Mit schwarzer Null über Plan

[23.06.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Jahresüberschuss abgeschlossen als geplant. Gleichzeitig investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben so viel wie nie zuvor in Netze und Infrastruktur. mehr...