Dienstag, 26. Mai 2026

WarsteinE-Ladeinfrastruktur forcieren

[06.06.2017] Trotz angespannter Haushaltslage setzt sich die Kommune Warstein für den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur ein. Ein Experte der Stadtverwaltung berät hierzu private und gewerbliche Akteure.
Insgesamt 16 E-Ladesäulen gibt es in der 27.000-Einwohner-Stadt Warstein.

Insgesamt 16 E-Ladesäulen gibt es in der 27.000-Einwohner-Stadt Warstein.

(Bildquelle: Stadt Warstein)

Die Agentur für erneuerbare Energien (AEE) hat jetzt die Stadt Warstein als Energiekommune des Monats ausgezeichnet. Diese setze sich trotz angespannter Haushaltslage für den Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ein. So unterstütze die Stadtverwaltung mit Beratungsleistungen und Öffentlichkeitsarbeit private und gewerbliche Akteure beim Errichten von Ladeinfrastruktur und schaffe so gute Voraussetzungen für mehr Klimaschutz im Verkehr.
Wie AEE informiert, sind mehr als ein Drittel der Kommunen in Nordrhein-Westfalen so genannte Haushaltssicherungskommunen. Haushaltssicherungskommunen müssen ein Sicherungskonzept erstellen, um schrittweise Ausgaben und Einnahmen anzugleichen. Ein solcher Status erlaube es kaum, Investitionen in erneuerbare Energien zu tätigen. Die Stadt im Kreis Soest habe dennoch einen Weg gefunden, sich für die Energiewende im Verkehr zu engagieren. Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, sagt: „Warstein schafft Rahmenbedingungen, die dazu beitragen, die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte zu steigern und somit die Verkehrswende zu beleben.“
Insgesamt 16 Ladepunkte gibt es bereits in der 27.000-Einwohner-Stadt. Mehrere Unternehmen haben die E-Ladepunkte errichtet. Davor konnten sie auf die Beratung durch die Stadt zurückgreifen. So beschäftigt die Stadt Warstein einen Experten auf diesem Gebiet, der sowohl über technische Anforderungen als auch über Förderprogramme informieren kann. Bürgermeister Thomas Schöne (CDU) sagt: „Als Kommune können wir private und gewerbliche Akteure beim Aufbau der Ladeinfrastruktur mittels politischer Rahmengestaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkbildung unterstützen.“
In einem zweiten Schritt müsse es darum gehen, dass die Ladepunkte auch Ökostrom zur Verfügung stellen. Dies sei in Warstein bereits bei zehn Ladepunkten der Fall. Sie befinden sich auf dem Betriebsgelände eines in Warstein angesiedelten Technologiekonzerns. Schöne: „Durch alle diese Maßnahmen zeigen wir, dass auch eine kleine Kommune, die sich zudem noch in der Haushaltssicherung befindet, durch das Miteinander privater Investoren, unterstützt von der hiesigen Bauordnung und einem Fachmann für Elektromobilität, nennenswerte Leistungen für die Energiewende bringen kann.“ Um die Elektromobilität künftig in der Region Südwestfalen weiter voranzutreiben, werde Schöne demnächst auf die Zusammenarbeit mit weiteren Kommunen setzen.





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