BDEWEnergiewirtschaft erreicht Klimaziele
Eine aktuelle Analyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt: Die Energiewirtschaft kann mit einer Zusatzanstrengung bis zum Jahr 2020 eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 erreichen. Anders als die Sektoren Verkehr oder Landwirtschaft werde die Energiewirtschaft mit großer Sicherheit schon jetzt eine Minderung der CO2-Emissionen um 38 Prozent bis 2020 schaffen, heißt es in einer Pressemeldung.
Um die verbleibende Lücke zu schließen, ist es aus Sicht des BDEW energiewirtschaftlich verantwortbar, weitere Kohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt fünf Gigawatt gegen Entschädigung vom Netz zu nehmen. BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer erklärte: „Damit wird deutlich: Die Energiewirtschaft leistet ihren Beitrag – ganz im Gegensatz zu den anderen relevanten Bereichen wie insbesondere dem Verkehrssektor. Dieser liegt bei der Minderung von Treibhausgasen massiv im Rückstand.“
Zur Erreichung des Klimaziels 2030 muss laut BDEW ein Bündel von Maßnahmen ergriffen werden: der konsequente Ausbau erneuerbaren Energien, die weitere Stärkung der Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Konzentration auf einen möglichst schnellen Netzausbau und die Besserstellung von Speichern. Zudem setzt sich der Verband für den Bau neuer Gaskraftwerke ein. Stefan Kapferer: „Wer glaubt, mit dem Neubau noch länger warten zu können, täuscht sich: Die Realisierung neuer Gaskraftwerke dauert von der Planung über die einzelnen Genehmigungsschritte bis zur Inbetriebnahme fünf bis sieben Jahre.“ Entscheidend sei, dass jetzt die Rahmenbedingungen für den Bau neuer flexibler Kraftwerke über einen Kapazitätsmarkt oder eine Absicherung von Investitionsrisiken geschaffen werden, so Kapferer.
BDEW-Analyse: Mögliche Schritte zur Erreichung der Klimaschutzziele 2020 und 2030 (PDF, 345 KB)
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