Samstag, 26. September 2026

BDEWFast 1,5 Millionen Ökostrom-Anlagen

[13.05.2015] Im Jahr 2013 haben knapp 1,5 Millionen Anlagen Ökostrom in das deutsche Netz eingespeist. Die meisten davon waren Solaranlagen, meldet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Solaranlagen hatten im Jahr 2013 den zahlenmäßig größten Anteil der Ökostrom-Anlagen in Deutschland.

Solaranlagen hatten im Jahr 2013 den zahlenmäßig größten Anteil der Ökostrom-Anlagen in Deutschland.

(Bildquelle: RainerSturm / pixelio.de)

In Deutschland haben im Jahr 2013 insgesamt 1,48 Millionen Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Den zahlenmäßig größten Anteil daran hatte die Solarenergie mit rund 1,4 Millionen Anlagen, gefolgt von rund 23.000 Windenergieanlagen an Land und etwas mehr als 13.500 Biomasseanlagen. Das haben aktuelle Auswertungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben. Die meisten EEG-fähigen Anlagen standen in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. So wurden im Freistaat im Bundesvergleich bislang die meisten Photovoltaik- und Biomasseanlagen installiert. Die meisten Windenergieanlagen an Land standen allerdings in Niedersachsen. Laut BDEW führte dies aufgrund der intensiven Windnutzung mit höheren Volllaststunden dazu, dass Niedersachsen im Vergleich zu allen anderen Bundesländern den meisten Strom aus EEG-Anlagen erzeugt hat. Fast 23 Milliarden Kilowattstunden betrug die Strommenge. „Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung steigt weiter an. Damit steigt jedoch auch die Verantwortung der regenerativen Energieträger für das Gesamtsystem der Energieversorgung“, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Die Markt- und Systemintegration der regenerativen Energien müsse weiter vorangetrieben werden. Um die erneuerbaren Energien besser in das Gesamtsystem zu integrieren, müsse zum Beispiel auch der Ausbau der Stromnetze – sowohl auf Übertragungs- als auch auf Verteilnetzebene – erfolgen. Ein wichtiger Schritt zur weiteren Marktintegration der Erneuerbaren sei der positive Verlauf der ersten Auktion für Photovoltaik-Freiflächenkraftwerke gewesen. „Damit wird deutlich, dass die wettbewerbliche Ermittlung der Förderhöhe für erneuerbare Energien per Ausschreibung grundsätzlich funktionieren kann“, erklärt Müller. Dies sei aber nur der erste Schritt gewesen. Ab dem Jahr 2017 soll auch die Förderhöhe für die weiteren erneuerbaren Energien per Ausschreibung ermittelt werden. Die Übertragung der Ergebnisse für solare Freiflächenkraftwerke auf andere Technologien müsse jedoch äußerst sorgfältig erfolgen, da es große Unterschiede hinsichtlich Technik, Planungszeiträumen, Genehmigungsrecht und Finanzierungsstrukturen gebe.



Stichwörter: Politik, BDEW, Hildegard Müller


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