Freitag, 9. Oktober 2026

ReallaborFörderbescheid für Norddeutschland

[19.04.2021] Das Verbundprojekt Norddeutsche Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein erprobt großflächig die Sektorkopplung und Wasserstoff. Die Gesamtinvestition liegt bei 300 Millionen Euro, davon kommen rund 52 Millionen Euro vom Bund.

Mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik geht jetzt das länderübergreifende Verbundprojekt Norddeutsches Reallabor (NRL) an den Start. Wie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAAW) Hamburg mitteilt, will die Allianz den nächsten großen Schritt zur Klimaneutralität über alle Sektoren hinweg ermöglichen. Dazu werden in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein in 25 Projekten 18 große Anlagen für die Sektorkopplung errichtet. Sie sollen im gesamtsystemischen Ansatz des NRL die ganzheitliche Transformation des Energiesystems erproben. Der Fokus liege auf der Nutzung von grünem Wasserstoff als Energieträger für Industrie, Wärme und Verkehr sowie auf energieeffizienten Quartieren, insbesondere im Wärmebereich. Ziel des fünfjährigen Projekts sei es, bislang eingesetzte fossile Energieträger durch CO2-freie Alternativen zu ersetzen. Der Einsatz von grünem Wasserstoff soll dabei in den vielfältigen Nutzungspfaden umfassend demonstriert werden. Rund 500.000 Tonnen CO2 sollen jährlich bereits im Projekt eingespart werden, perspektivisch über eine Million Tonnen. Zum Start des NRL hat Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, in einer digitalen Auftaktveranstaltung den Förderbescheid für die Reallabore der Energiewende an Werner Beba, Sprecher und Projektkoordinator des NRL übergeben.

Demonstrationsanlagen in vier Hubs

Die nachhaltigen Innovationen in der Sektorkopplung sollen im NLR in großen skalierbaren Demonstrationsanlagen entstehen. Laut HAAW sollen diese wirtschaftliche Impulse für die Entwicklung des Zukunftsmarktes klimafreundlicher Technologien in der Industrie, in den jeweiligen Wertschöpfungsketten, ermöglichen. Insgesamt werden 300 Millionen Euro investiert, davon rund 52 Millionen Euro aus dem Förderprojekt Reallabore der Energiewende des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Weitere Förderungen aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit werden erwartet. Die Demonstrationsanlagen des NRL sind in vier geografischen Hubs verteilt mit Erzeugungs- und Verbrauchsschwerpunkten. Die vier regionalen Hubs im NRL bestehen aus zwei Hubs in Hamburg, einem weiteren Hub in Mecklenburg-Vorpommern (Schwerpunkt Schwerin) und dem Hub Schleswig-Holstein, der von zwei Standorten (Brunsbüttel und Haurup), gebildet wird.





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