ReesGas- und Wasserleitungen digitalisiert

Die Stadtwerke Rees erfassen die von ihnen verlegten Leitungen und Bauteile jetzt digital in Form von GPS-basierten Geodaten.
(Bildquelle: Stadtwerke Rees GmbH)
Die Stadtwerke Rees erfassen die von ihnen verlegten Leitungen und Bauteile, wie etwa Muffen, Abzweige und Schieber von Gas- und Trinkwasserleitungen, nicht mehr länger händisch als Kartenskizzen, sondern tun dies nun in Form von GPS-basierten Geodaten im digitalisierten Verfahren. Wie die im Regierungsbezirk Düsseldorf gelegenen Stadtwerke mitteilen, läuft die Umstellung bereits seit Februar vergangenen Jahres, kostete das Unternehmen rund 10.000 Euro und endet dieses Jahr im Februar. In Kürze werde nur noch digital gearbeitet.
Erforderlich dafür sei aufseiten der Stadtwerke das so genannte Geodaten-Informations-System GIS und draußen an der Baustelle ein satellitengestütztes Erfassungs-System, in welches die Mitarbeiter die Koordinaten für das jeweilige Bauteil eingeben. Dabei könne das System dann noch Zusatzinformationen zu Baujahr, Material, Hersteller oder Materialfoto aufnehmen. Sollte eine Karte für spätere Bauarbeiten erforderlich werden, werde sie aus dem Digitalsystem heraus erstellt. Bislang sei das Verfahren umgekehrt gewesen: Händisch erzeugte Kartendaten seien in das GIS eingegeben worden.
Das System könne nicht nur sagen, wo eine Muffe oder eine Abzweigung unter der Erde liegt, sondern auch in welcher Tiefe sie sich befinden. Die Stadtwerke hätten bei der Bestandsaufnahme des Netzes auch sämtliche Hydranten im Leitungsnetz vermessen. Die Daten ständen nun auch der Feuerwehr digital im eigenen Feuerwehr-GIS zur Verfügung.
Möglich sei die Digitalisierung in Zusammenarbeit mit der Firma GDS (Geo Daten Service) gewesen. Das Unternehmen habe anfangs Hard- und Software zum Testen bereitgestellt und den Stadtwerke-Mitarbeitern die Anwendung des Systems gezeigt. Grundvoraussetzung für die Funktionsweise des neuen digitalen Erfassungssystems sei die GNSS-Technologie. Dazu würden mehrere Satelliten in Anspruch genommen. So könnten die Stadtwerke-Mitarbeiter zukünftig mit einem Smartphone oder Tablet auf die Daten zugreifen. Karten seien dazu nicht mehr erforderlich. Die Stadtwerke-Monteure erlebten die neue Technologie als Arbeitserleichterung.
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