Mittwoch, 24. Juni 2026

Stadtwerke WerlGlasfaser und Erdgas für Holtum

[03.04.2017] Nach einer einstimmigen Entscheidung des Aufsichtsrats haben die Stadtwerke Werl das Glasfaser-Projekt in Holtum gestartet. Es läuft bis zum Jahr 2020.

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Werl hat jetzt einstimmig das Glasfaser-Projekt in Holtum beschlossen. Zunächst soll die Holtumer Hauptstraße mit Glasfaser-Leerrohren und einer Erdgashauptleitung erschlossen werden. Von hier aus werden dann weitere Straßenzüge angebunden. Wie die Stadtwerke melden, soll das Projekt bis zum Jahr 2020 dauern. Ursprünglich sei eine Beteiligung von 40 Prozent angestrebt gewesen, tatsächlich werde jetzt mit einer Beteiligungsquote von 31 Prozent gestartet. Da einige Anschlussberatungen jedoch noch ausstünden und erfahrungsgemäß bei Start der Bauarbeiten weitere Anschlussaufträge eingehen, erwarte man eine effektive Quote von 35 Prozent.
„Das ist absolut zukunftsweisend nicht nur für Holtum, sondern für ganz Werl“, sagt Bürgermeister Michael Grossmann (CDU). „Es hat doch einige Mühe gekostet, den Bürgern klar zu machen, dass die einmaligen Anschlusskosten von rund 1.700 Euro für einen Glasfaseranschluss eine gute Investition in die Zukunft sind; jede Immobilie in Holtum wird ja damit enorm aufgewertet.“
Für neue Erdgaskunden gibt es daneben eine Finanzförderung seitens der Stadtwerke. Für eine erste Trasse wurde bereits eine Datenanbindung an die vorhandene Infrastruktur der Stadtwerke Unna geschaffen, um damit erstmals den Providern einen Zugang zum Netz der Stadtwerke Werl zu verschaffen. Bis auf einige unwirtschaftliche Erschließungsflächen im Außenbereich könnten 90 Prozent der Holtumer Gebäude an Erdgas und Glasfaser angeschlossen werden. In Teilbereichen würden parallel auch Stromkabel der Stadtwerke und Wasserleitungen des Trinkwasserversorgungsunternehmens Gelsenwasser ausgewechselt oder verstärkt. Nach Ende der Erdarbeiten werde in die Leerrohre das eigentliche Glasfaserkabel eingeblasen. Anschließend wollen die Stadtwerke sämtlichen Providern einen Open Access anbieten, damit die Kunden sich ihren bevorzugten Provider frei wählen können.
Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heinz erläutert: „Wir investieren hier insgesamt zwei Millionen Euro. Mit unserer Technologie werden unsere Netze auch noch für die kommenden Generationen nutzbar und weniger störanfällig sein als Leitungen die so gerade eben unter der Grasnarbe verlegt werden.“ Arne Lorenz von Reisswitz, Projektverantwortlicher bei den Stadtwerken, ergänzt: „Glasfaser überträgt Informationen in Lichtgeschwindigkeit. Andere Technologien, nämlich das über Vectoring veredelte Kupferkabel oder gar VDSL sind immer nur eine Übergangslösung.“ Aufsichtsratschef Wilhelm Topp ist ebenfalls von dem Projekt überzeugt: „Das zeigt auch, dass die Stadtwerke Werl mehr können, als bloß Strom, Gas und Wasser zu liefern. Wir sind ein moderner Infrastrukturdienstleister.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

deeeper.technology: Start von KI-Plattform

[24.06.2026] Das Unternehmen deeeper.technology hat mit den Deeeper Energy Maps eine KI-Plattform gestartet, die Energiedaten gebündelt auf einer interaktiven Karte darstellt. Die Lösung soll Projektentwicklern und Beratern die Standortbewertung deutlich erleichtern. mehr...

Kisters: Plattform für Steuerbarkeitstests

[23.06.2026] Netzbetreiber müssen jährlich die Steuerbarkeit von Erzeugungsanlagen prüfen und die Ergebnisse an die Übertragungsnetzbetreiber melden. Der Softwareanbieter Kisters hat seine Redispatch-2.0-Plattform dafür erweitert. mehr...

interview

Interview: Tief integrierte Systeme

[16.06.2026] Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für Automatisierung und effizientere Prozesse. Andreas Weber von Kraftwerk Software erklärt im Interview, warum KI erst dann ihr volles Potenzial entfaltet, wenn sie in die Systemarchitektur integriert ist. mehr...

FairEnergie: Umstieg auf Intense-Lösung

[09.06.2026] FairEnergie ersetzt seine bisherige SAP-IS-U-Landschaft durch die cloudbasierte Plattform TENTAC auf Basis von SAP S/4HANA Utilities. Der Reutlinger Versorger setzt dabei auf Standardprozesse und integrierte Abläufe, um Kosten zu senken und kundenbezogene Prozesse zu vereinfachen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

GISA: GASAG senkt Cloud-Kosten

[08.06.2026] Die GASAG hat ihre SAP-Systemlandschaft in der Microsoft-Azure-Cloud überarbeitet. Nach Angaben des IT-Dienstleisters GISA sanken dadurch die monatlichen Speicherkosten deutlich, während sich die Leistungsfähigkeit der Systeme erhöhte. mehr...

bericht

Energiemanagement: Cyber-Sicherheit beginnt im Haus

[04.06.2026] PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox kommunizieren über digitale Schnittstellen miteinander und mit der Außenwelt. Heim-Energiemanagementsysteme fungieren dabei als zentrale Schaltstelle. Doch mit der Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche. mehr...

Berlin: Neues Konzept soll KRITIS schützen

[27.05.2026] Berlin verschärft den Schutz Kritischer Energieinfrastrukturen mit einem neuen TOP-Konzept aus technischen, organisatorischen und physischen Maßnahmen. Anlass sind Brandanschläge auf die Stromversorgung, die zuletzt ganze Stadtteile beeinträchtigten und nun umfangreiche Investitionen sowie neue Sicherheitsstandards auslösen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

IBM/Natuvion: Cloud-Umstieg beschleunigen

[26.05.2026] Das zentrale SAP-ERP-System (SAP ECC) wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Um Energieversorgern den Umstieg auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu erleichtern, haben IBM und Natuvion deshalb eine Zusammenarbeit vereinbart. mehr...

Modernes Gebäude der Stadtwerke Hilden mit großer Glasfassade und silberner Metallverkleidung an einer ruhigen Straße bei sonnigem Wetter. Vor dem Eingangsbereich befinden sich Grünanlagen, kleine Bäume und ein gepflasterter Gehweg.

Stadtwerke Hilden: Neues CRM-System eingeführt

[21.05.2026] Die Suche nach einer neuen Ticketing-Lösung führte bei den Stadtwerken Hilden zur Einführung eines umfassenden CRM-Systems. mehr...

Elvaco: ISO-Zertifizierung erhalten

[20.05.2026] Elvaco hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 erhalten und stärkt damit sein Informationssicherheits-Management für Gebäude- und Energiedaten. Die Zertifizierung reagiert auf strengere EU-Vorgaben und wachsende Anforderungen an sichere Datenketten in vernetzten Metering- und Smart-Building-Systemen. mehr...

50Hertz: Netzsoftware als Open Source veröffentlicht

[18.05.2026] Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz stellt die Software ToOp zur Bewältigung von Netzengpässen als Open-Source-Projekt bereit. Nach Angaben des Unternehmens soll das Tool Netzbetreiber in Europa bei der Steuerung von Stromflüssen unterstützen. mehr...

nscharfe Aufnahme eines modernen Büro- oder Veranstaltungsraums. Im Vordergrund ist auf einer Glasfläche der Schriftzug „Future Energy Lab“ zu sehen. Im Hintergrund stehen mehrere verschwommene Personen an einem Stehtisch im Gespräch.

Cyber-Sicherheit: Den Ernstfall trainieren

[18.05.2026] Ein Übungskonzept soll die Sicherheit Kritischer Infrastrukturen erhöhen. Das Konzept für KRITIS-Betreiber wurde Fraunhofer IOSB-AST mit dem Future Energy Lab der Deutschen Energie-Agentur entwickelt. mehr...

Eine Drohne steht auf einem rot-weiß markierten Landeplatz am Straßenrand vor einem Servicefahrzeug von WEMAG Netz. Das Fahrzeug ist mit einer Leiter ausgestattet und parkt neben einer ländlichen Straße mit kahlen Bäumen und freiem Feld im Hintergrund. Die Szene wirkt sonnig und zeigt den Einsatz moderner Drohnentechnik zur Kontrolle von Stromnetzen.

WEMAG: Drohnen überwachen Stromnetze

[13.05.2026] Der Einsatz von Drohnen in der Energiebranche nimmt zu. Auch der Stromnetzbetreiber WEMAG Netz setzt auf die Flugsysteme, um Stromleitungen schneller zu kontrollieren und Schäden frühzeitig zu erkennen. mehr...

ASEW: Plattform für IoT-Angebote

[29.04.2026] Eine Informationsplattform für Anwendungen des Internet of Things soll kommunale Unternehmen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen über bestehende Angebote informieren. Das Projekt mehrerer Stadtwerke wird von der ASEW koordiniert. mehr...

Computergenerierte Ansicht eines umzäunten Umspannwerks mit zahlreichen Strommasten, Schaltanlagen und zwei Betriebsgebäuden in ländlicher Umgebung. Im Hintergrund sind Felder, Waldflächen und mehrere Windräder zu sehen. Oben rechts liegt ein türkisfarbenes Logo über dem Bild.

Siemens: Security-Dienst für Energie und Infrastruktur

[23.04.2026] Siemens Smart Infrastructure hat einen neuen Sicherheitsdienst für Energieversorger, Industrieunternehmen sowie Betreiber Kritischer Infrastrukturen vorgestellt. Die Lösung soll Cyber-Angriffe schneller erkennen und den Betrieb digitalisierter Anlagen absichern. Der erste Kunde in Deutschland sind die Hertener Stadtwerke. mehr...