ChemnitzGrößter Batteriespeicher Sachsens

Der Gebäudeintegrierte Batteriespeicher in Chemnitz stellt 10 MW Regelleistung bereit.
(Bildquelle: BELECTRIC Solar & Battery GmbH)
Die Unternehmen eins – energie in sachsen und Thüga Erneuerbare Energien (THEE) haben den größten Batteriespeicher Sachsens in Chemnitz realisiert. Der neue Batteriespeicher besitzt eine Kapazität von rund vier Millionen R6/AA-Batterien oder 18.000 Autostarterbatterien. Die Batteriezellen mit Lithium-Ionen-Technik sind für den Regelenergiemarkt präqualiziert und vermarkten bereits bis zu zehn Megawatt Primärregelleistung (PRL). „Konventionelle Kraftwerke benötigen je nach Art oft mehrere Minuten, um hoch- oder runterzufahren“, betont Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung. „Unser Batteriespeicher hingegen kann seine volle Leistung in wenigen Sekunden abrufen. Damit ist der Batteriespeicher optimal dafür geeignet, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.“
Wie die beiden Unternehmen melden, belaufen sich die Kosten für die Errichtung der Anlage auf rund zehn Millionen Euro. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr fördert das Projekt mit Mitteln aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von einer Million Euro. Staatssekretär Stefan Brangs erklärt: „ Mit Hilfe unserer Förderung gehen wir den nächsten Schritt zur Integration von erneuerbaren Energien in unsere Stromnetze und helfen dabei auch noch CO2-Emissionen zu vermeiden. Ich bin von dem sächsischen Know-how im Projekt sehr beeindruckt.“
Thomas Walther, Geschäftsführer von THEE, freut sich über die Teilnahme an dem Projekt: „Für die THEE war es eine strategische Entscheidung, auch in Speichertechnologien und Regelenergie zu investieren. Bislang bauen und betreiben wir vor allem Windparks. Aber nicht immer weht der Wind. Deswegen ist es nur logisch, dass wir uns für Residuallast und damit beständige Energieversorgung engagieren.“
Die Firma Belectric wurde mit dem Bau des Batteriespeichers beauftragt. Die kaufmännische und technische Betriebsführung sowie die Vermarktung der Energiedienstleistung wird eins übernehmen.
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