Stadtwerke MünchenHeizkraftwerk-Block wechselt auf Gas

Am 2. April erreichte der letzte Kohlezug das Heizkraftwerk Nord.
(Bildquelle: SWM)
Im Heizkraftwerk München steht die Umstellung des Blocks 2 von Kohle auf Gas kurz bevor. Wie die Stadtwerke München (SWM) mitteilen, wurde dieser Schritt bereits vom Stadtrat im März 2022 genehmigt und markiert einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung des Bürgerentscheids zum Kohleausstieg von 2017 sowie zur Anpassung an die aktuellen energiepolitischen Herausforderungen.
In der geplanten Umstellung werde kein Neubau erforderlich sein. Stattdessen würden die bestehenden Anlagen für den Brennstoffwechsel optimiert, wobei die ohnehin geplante Revisionszeit im Sommer genutzt werde. Die SWM strebten an, pünktlich zur Heizsaison 2024/2025 die gasbefeuerte Strom- und Fernwärmeerzeugung aufzunehmen. Alle notwendigen Maßnahmen bewegten sich im Rahmen der bestehenden Genehmigungslage. Zudem arbeite die SWM fortlaufend mit den zuständigen Behörden zusammen.
Durch die Umstellung auf Gas und eine saisonal-optimierte Fahrweise werde eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen erwartet. Es werde prognostiziert, dass der Block 2 bis einschließlich 2028 rund 4,9 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen werde, was eine Million Tonnen weniger sind als im Kohlebetrieb.
Die Systemrelevanz des Blocks 2 bleibe während der Umstellungsphase bestehen, insbesondere zur Sicherstellung der Fernwärmeversorgung in den Wintermonaten. Die SWM betonen jedoch, dass langfristig weder ein technisch noch wirtschaftlich sinnvoller Grundlastbetrieb vorgesehen ist.
Der Münchner Klimarat unterstützt die Umstellung als wichtigen Zwischenschritt zur weiteren Senkung der Treibhausgasemissionen und betont ihre Rolle im Kontext des bundesweiten Kohleausstiegs. Auch die Umstellung entspreche der deutschen Kraftwerksstrategie, die den schrittweisen Ersatz von Kohlekraftwerken durch erneuerbare Energien vorsieht (wir berichteten).
Die SWM setzten damit ihren Transformationsplan zur weiteren Dekarbonisierung der Münchner Fernwärmeversorgung konsequent um. Dieser Plan, mit einem Investitionsvolumen von rund 9,5 Milliarden Euro, markiere einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Wärmeversorgung der bayerischen Landeshauptstadt.
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