Donnerstag, 28. Mai 2026

DorstenInternet zeigt Solarpotenzial

[11.07.2014] Über ein Solarpotenzialkataster können Bürger eine Standortanalyse für Dorstener Dachflächen im Internet abrufen. Unter anderem lassen sich damit die Möglichkeiten der Solarnutzung berechnen.

Ein Solarpotenzialkataster für das Stadtgebiet hat Dorsten aufgebaut. Unterstützt wurde die nordrhein-westfälische Kommune laut eigenen Angaben von den Unternehmen RWE und IP SYSCON. Für die Erstellung des Katasters ist für jede Dachfläche eine Standortanalyse für die Solarnutzung durchgeführt und das Solarpotenzial errechnet worden. Über hochauflösende Oberflächenhöhendaten sei es nun möglich, eine genaue Abbildung der Dachflächen mit den Aufbauten wie Schornsteinen oder Gauben zu erzeugen. Genaue Einstrahlungsanalysen, die den Sonnenstand über den Tages- und Jahresverlauf berücksichtigen, liefern Einstrahlungswerte für jede Dachteilfläche. Über die Einstrahlungsmenge lasse sich das Solarenergiepotenzial auf jedem Dach in Dorsten berechnen. Auf diese Weise erhält der Hauseigentümer Informationen zum Stromertrag, zur CO2-Einsparsumme und zum Investitionsvolumen. „Wenn alleine auf den Dächern, die auf Basis der Auswertung am Besten zur Energieerzeugung geeignet sind, bald Photovoltaikanlagen installiert werden, könnten rund 33.000 Haushalte mit Solarstrom versorgt werden“, sagt Maria Allnoch, Kommunalbetreuerin bei RWE Deutschland. Die Daten des Katasters sind öffentlich. Via Internet kann jeder Bürger über eine Straßen- oder Hausnummernsuche sein Gebäude auswählen. Die Einfärbung der Dachfläche zeigt an, wie gut das Dach zur Nutzung von Solarenergie geeignet ist. Ein Wirtschaftlichkeitsrechner errechnet Ausgaben und Einnahmen über 20 Jahre für die Installation der Anlage. Unter anderem werden dabei die aktuelle Einspeisevergütung, der Modulpreis oder die Darlehenszinsen werden berücksichtigt. Auch die finanziellen Auswirkungen einer Eigennutzung des produzierten Stroms können ermittel werden. „Ich freue mich, dass uns nun das Solarpotenzialkataster zur Verfügung steht“, sagt Bürgermeister Lambert Lütkenhorst. „Die Auswertung der Daten hat ergeben, dass auf unseren Dächern ein riesiges Energiepotenzial schlummert.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht

[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...

Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet

[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...

Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award

[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...

Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende

[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...

Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt

[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...

Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere

[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor

[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen

[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...

dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet

[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...

Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung

[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...

Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt

[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...

Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040

[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...

Sachsen-Anhalt: Haldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz

[09.04.2026] Haldensleben erhält den neuen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ für systematischen kommunalen Klimaschutz. Die Auszeichnung würdigt konkrete Strukturen und Projekte – und kompensiert das Aus des bisherigen eea-Zertifizierungsverfahrens. mehr...

Augsburg: Online-Plattform zeigt Klimaschutzmaßnahmen

[08.04.2026] Die Stadt Augsburg hat jetzt eine Online-Plattform zur transparenten Darstellung ihrer Klimaschutzmaßnahmen gestartet. mehr...

bericht

Tübingen: Klimaschutz, der funktioniert

[07.04.2026] Mit der Fortschreibung ihres Klimaschutzprogramms hat die Stadt Tübingen für die Sektoren Strom, Wärme und öffentlichen Verkehr einen klaren Transformationspfad definiert. Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, rückt damit in greifbare Reichweite. mehr...