Dienstag, 17. Februar 2026

Stadtwerke TübingenKauf eines der größten Solarparks 2016

[05.09.2016] Die Stadtwerke Tübingen haben einen der größten Solarparks erworben, die in Deutschland im Jahr 2016 bislang ans Netz gegangen sind: den Solarpark Nadrensee an der südöstlichen Spitze Mecklenburg-Vorpommerns.
Dünnschicht-Solarmodule eines swt-Solarparks

Dünnschicht-Solarmodule eines swt-Solarparks

(Bildquelle: Stadtwerke Tübingen GmbH)

Die Stadtwerke Tübingen (swt) haben jetzt den Solarpark Nadrensee im Landkreis Vorpommern-Greifswald erworben. Es handelt sich um einen der größten Solarparks, die im Jahr 2016 in Deutschland bislang ans Netz gegangen sind. Wie die Stadtwerke mitteilen, erzeugt der Photovoltaik-Park mit einer Gesamtleistung von 8.948 Kilowatt etwa 9,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspreche einer CO2-Einsparung von 4.755 Tonnen und einem Strombedarf von rund 2.340 Vierpersonenhaushalten. Entwickelt hat den Park das Unternehmen Energiekontor aus Bremen. swt-Geschäftsführer Achim Kötzle sagte: „Wir sind froh, dass wir unseren Ausbaupfad neben unseren Investitionen in die Windkraft auch mit Sonnenkraft weiter vorantreiben können. Mittlerweile erzeugen wir rund 40 Prozent des Tübinger Stromabsatzes selbst durch Erneuerbare Energieträger.“ Mit Blick auf weitere Projekte werde der Versorger sein Ziel, bis zum Jahr 2020 die Hälfte des Tübinger Stromverbrauchs selbst aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, sicher erreichen. Auch Hanno Brühl, Abteilungsleiter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bei den Stadtwerken, freute sich: „Die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit den Entscheidungsgremien der swt ermöglicht uns immer wieder, schnell zu agieren und seltene wie stark umworbene Projekte für die swt zu gewinnen.“ Der Solarpark Nadrensee hatte im April 2015 in der ersten Ausschreibungsrunde den Zuschlag für eine Vergütung in Höhe von 9,17 Cent pro eingespeister Kilowattstunde erhalten. Damals waren bei der Bundesnetzagentur 170 Gebote über 715 Megawatt eingegangen, mit der das Ausschreibungsvolumen von insgesamt 150 Megawatt stark überzeichnet war. Durch den Zuschlag erhält der Park nun eine 20-jährige Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Auch Julian Klett, Projektleiter bei den Stadtwerken Tübingen, ist beeindruckt: „Mit einer Gesamtgröße von 19,4 Hektar ist der Solarpark größer als 27 Bundesliga-Fußballfelder.“ Insgesamt verfügen die Tübinger Stadtwerke über sieben eigene Windparks, eine Windpool-Beteiligung, drei Wasserkraftwerke, zehn Solarparks und mehrere kleine Photovoltaik-Dachlanlagen.





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