Donnerstag, 30. April 2026

BEEKernforderungen für Wärmewende

[06.10.2020] Der Bundesverband Erneuerbare Energie hat Kernforderungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmesektor vorgestellt. Gefordert wird ein Mix aus Ordnungsrecht, CO2-Preissignalen und Förderpolitik.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat in seinem Positionspapier „Krisen überwinden, Wachstum stärken, Wohlstand sichern“ seine Kernforderungen für die Bundestagswahl 2021 zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmesektor vorgestellt. Der Hauptfokus liegt auf einem Instrumenten-Mix von Ordnungsrecht, CO2-Preissignalen und Förderpolitik, welche dem Ausbau von Wärmepumpen, Holzheizungen mit Pellets und Hackschnitzeln, Solarthermie und Geothermie sowie Biogas mehr Dynamik verleihen. Die BEE-Kernforderungen basieren auf der Einschätzung, dass in der aktuellen Legislaturperiode zwar wichtige wärmepolitische Beschlüsse gefasst wurden, diese in ihrer Gesamtheit aber nicht ausreichen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt in der klimapolitisch erforderlichen Geschwindigkeit sicherzustellen und erhebliche ökonomische Potenziale zu heben. „Erneuerbare Energien sind Zukunftstechnologien für eine klimagerechte Energieversorgung und haben sich in der Krise als besonders resilient erwiesen“, sagt BEE-Präsidentin Simone Peter. Immer noch würden aber annährend 85 Prozent der Wärme und Kälte mit fossilen Energien erzeugt. Vor allem im Gebäudebestand seien Effizienzmaßnahmen und die Umstellung auf saubere Energien erforderlich. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt stagniert seit Jahren“, kritisiert Martin Pehnt, Wissenschaftlicher Geschäftsführer und Vorstand des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu). Das sei dringend zu ändern, damit der Wärmesektor seinen Beitrag zu Klimaschutz und Unabhängigkeit von Importen leisten könne. Bis 2050 blieben nicht einmal 30 Jahre – dies sei ein sehr kurzer Zeitraum für den Wärmesektor, der durch langfristige Investitionszyklen geprägt ist.
Das Positionspapier wird im Rahmen der BEE Woche der Wärme veröffentlicht. Es wirken mit: der Bundesverband Wärmepumpe, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas, der Fachverband Holzenergie im Bundesverband Bioenergie, der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband sowie der Bundesverband Geothermie.





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