Freitag, 13. Februar 2026

KölnKlimaschutz wird großgeschrieben

[12.07.2019] In Köln sparen die Stadtwerke-Unternehmen durch ihre klimaschonenden Aktivitäten und Investitionen bereits über zwei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ein. Weiteres Einsparpotenzial soll in den kommenden Jahren gehoben werden.
Damit dieser Anblick nicht Wirklichkeit wird

Damit dieser Anblick nicht Wirklichkeit wird, räumt die Stadt Köln dem Klimaschutz hohe Priorität ein.

(Bildquelle: RheinEnergie)

Die jüngste Ratssitzung der Stadt Köln widmete sich den Themen Klimanotstand, Klimaschutz und den diesbezüglichen Aktivitäten der Stadtwerke Köln. Nach der Sitzung haben die Stadtwerke ihre Beiträge für den Klimaschutz in einer Pressemeldung veröffentlicht: Insgesamt sparen die Stadtwerke-Unternehmen aktuell durch ihre klimaschonenden Aktivitäten und Investitionen jährlich etwa zwei Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ein. Mit einer verschärften Wärmewende durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, dem Ausbau erneuerbarer Energien – zum Beispiel auf und in städtischen Immobilien – einer beschleunigten Mobilitätswende durch den Ausbau von ÖPNV und Elektromobilität sowie der konsequenten Nutzung von Logistikketten und Abfallströmen zur Wertstoffrückgewinnung lässt sich in den nächsten zehn Jahren ein zusätzliches Einsparpotenzial von nochmals rund einer Million Tonnen CO2 jährlich realisieren, informieren die Stadtwerke. Der CO2-Gesamtausstoß in Köln liege bei rund zehn Millionen Tonnen im Jahr. Ohne die Klimaschutzaktivitäten des Stadtwerke Köln Konzerns wären es über zwei Millionen Tonnen mehr. Der Löwenanteil der Einsparungen entfalle auf die hocheffiziente und nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung von Haushalten, Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen sowie den Verkehr. Welchen Beitrag hierzu die Stadtwerke-Unternehmen leisten, wird beispielsweise an den Aktivitäten der RheinEnergie und der KVB gezeigt.

RheinEnergie treibt KWK voran

Die RheinEnergie arbeitet laut den Stadtwerken seit Jahrzehnten am Ausbau der ressourcen- und klimaschonenden Kraft-Wärme-Kopplung für die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme aus demselben Brennstoff und hat diese Ausweitung seither systematisch vorangetrieben. Die Erzeugungsanlagen vor allem am Standort Köln-Niehl seien heute auf modernstem Stand weltweit. Des Weiteren werde das Fernwärmeanschlussgebiet im rechtsrheinischen Köln erheblich erweitert und aus eigener unternehmerischer Kraft der RheinEnergie ausgebaut. Am Standort Merheim erfolgt derzeit ein Umbau unter den Aspekten Effizienz und Brennstoffeinsparung: Dort entsteht ein dreistufiges hocheffizientes Blockheizkraftwerk auf Erdgasbasis als Ersatz für eine veraltete Anlage; alte Fernwärme-Anlagen werden in diesem Zuge ebenfalls durch sparsamere und klimaschonendere neue Technik ersetzt. Mehr als 350 Millionen Euro habe die RheinEnergie in den vergangenen zehn Jahren in den Ausbau erneuerbarer Energie investiert, etwa durch den Ankauf mehrerer Windparks bundesweit. Zur Zeit stehen 97 Windräder und 22 Groß-Photovoltaikanlagen in ihrem Eigentum. Dazu kommen Anlagen zur Produktion von Biomethan und Solarthermie. Das jüngst verlängerte Programm „Energie & Klima 2030“ fördert neben dem Fernwärmeausbau auch Energieeffizienz und EE-Projekte. Es habe bei Alleinbetrachtung Investitionen ausgelöst, die in Summe mehr als 680.000 Tonnen Treibhausgaus vermeiden.

TankE und KVB fördern E-Mobilität

Auch 
E-Mobilitätsangebote auf Ökostrombasis zählen zu den Klimaschutzmaßnahmen in Köln. Unter der Marke TankE besteht laut den Stadtwerken aktuell eine Ladesäulen-Infrastruktur mit mehr als 300 Ladepunkten. Der Aufbau von weiteren 400 Ladepunkten im öffentlichen Straßenland in Köln innerhalb der nächsten zwei Jahre sei beschlossen, verbunden mit einem eigenen Angebot an E-Mopeds für die Stadt und dem künftigen Angebot eines E-Autos mit entsprechendem Rundumpaket an Ökostrom für die Nutzung. Auch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) stellen mit ihren Stadtbahnen, Bussen und Leihrädern einen wichtigen Bestandteil des Kölner Umweltverbunds dar und tragen zur Umsetzung der verkehrspolitischen Strategie „Köln mobil 2025“ bei. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen 67 Prozent des Verkehrs zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV abgewickelt werden. Um den CO2-Ausstoß darüber hinaus zu minimieren, rüstet die KVB ihre Dieselbusse derzeit mit hochmodernen NOx-Katalysatoren aus. Seit Ende 2016 fahren zudem auf der Linie 133 ausschließlich E-Busse. Zu den neun vorhandenen Elektro-Fahrzeugen werden 50 weitere angeschafft. Bis 2030 soll die komplette Busflotte mit Strom fahren.





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