HSEKlimaStadtWerk des Monats Juni

Der Darmstädter Energieversorger HSE wird von der Deutschen Umwelthilfe zum KlimaStadtWerk des Monats Juni ernannt.
v.l.: Jochen Partsch, Aufsichtsratsvorsitzender HSE, Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, Vorstandsvorsitzende HSE; Verena Gal, DUH
(Bildquelle: HSE AG)
Für Juni 2014 hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den Energieversorger HSE in Darmstadt zum KlimaStadtWerk ernannt. Mit dem Nahwärmekonzept „CO2-neutrales Wohnen in Mörfelden-Walldorf“ versorgt das Unternehmen rund 70 Wohneinheiten mit klimaschonender Energie. Das Konzept besteht aus einer Kombination von Solarthermieanlage, Erdwärmepumpe und Blockheizkraftwerk (BHKW). Nur zur Deckung der Spitzenlast stünden zusätzlich zwei Gasbrennwertkessel bereit. Laut DUH konnte HSE damit die CO2-Minderung auf rund 350 Tonnen pro Jahr reduzieren. Kernstück der Anlage ist jedoch die Regelungstechnik. Sie berücksichtige die Außentemperatur und das Verbrauchsverhalten der Bewohner vorausschauend. An einem Sommertag wäre beispielsweise nur die Solarthermieanlage in Betrieb, weil der Wärmebedarf gering ist. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, überschüssige Sonnenenergie künftig im Erdreich zwischenzuspeichern. An einem Novembertag mit hohem Wärmebedarf sorge die Regelung dafür, dass das BHKW die erforderliche Energie liefert.
HSE punktet aus Sicht der DUH aber noch aus einem anderen Grund: „Neben dem vorbildlichen Projekt finden wir das Nachhaltigkeitsmanagement mit Bezug zum Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbare-Energie-Anlagen wegweisend“, sagt Verena Gal, Projekt-Managerin im Bereich Kommunaler Umweltschutz der DUH. Jährliche Nachhaltigkeitsberichte halten die Ziele und Maßnahmen des Energieversorgers fest, die außerdem jährlich die CO2-Bilanz überprüft. 2012 konnte HSE den direkten Energieverbrauch im Unternehmen um insgesamt 30 Prozent reduzieren, was laut DUH vor allem auf den verminderten Einsatz von Erdgas als Brennstoff in den Erzeugungsanlagen zurückzuführen ist. Bis zum Jahr 2015 will das Unternehmen insgesamt eine Milliarde Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Darüber hinaus motiviere der Energieversorger auch seine Belegschaft zu energiebewusstem Handeln.
Der DUH-Wettbewerb KlimaStadtWerk des Monats wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und läuft noch bis Ende September 2014. Die Vermeidung des CO2-Ausstoßes sowie strategische Vorhaben für den Klimaschutz stehen dabei im Mittelpunkt (18193+wir berichteten). Nächster Einsendeschluss ist der 30. Juli 2014. Kooperationspartner des Wettbewerbs sind der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.
Weitere Informationen zum DUH-Wettbewerb KlimaStadtWerk
Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038
[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...
BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung
[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...
Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten
[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...
eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht
[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...
Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet
[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...
Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award
[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...
Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende
[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...
Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt
[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...
Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere
[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor
[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen
[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...
dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet
[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...
Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung
[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...
Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt
[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...
Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040
[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...













