Freie Hansestadt BremenKommunaler Wärmeplan beschlossen

Bremer Rathaus: Kommunale Wärmeplanung kann in die Umsetzung gehen.
(Bildquelle: Bremer Senatskanzlei)
Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat am Dienstag, 7. April 2026, den kommunalen Wärmeplan verabschiedet. Wie der Senat mitteilt, soll damit ein weiterer Schritt hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung erreicht werden. Nach Angaben des Senats setzt der Plan einen strategischen Rahmen für die künftige Wärmeversorgung. Er solle Orientierung bieten, begründe jedoch keine einklagbaren Rechte oder Pflichten.
Wärmebedarf kann durch erneuerbare Energien gedeckt werden
Umweltsenatorin Henrike Müller (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte, Bremen stehe vor der Aufgabe, die Wärmewende zu gestalten. Der Plan sehe unter anderem den Ausbau bestehender Wärmenetze, neue Netze sowie die Nutzung von Flusswasserwärme, Erdwärme und Abwärme mit Wärmepumpen vor. Die Ergebnisse des Wärmeplans zeigen nach Angaben des Senats, dass der künftige Wärmebedarf der Stadt vollständig durch erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme gedeckt werden könne. Welche Potenziale tatsächlich genutzt würden, entschieden die jeweiligen Wärmenetzbetreiber nach technischen und wirtschaftlichen Bedingungen.
Ein zentraler Bestandteil ist demnach der Ausbau der Wärmenetze. Rund 36 Prozent des zukünftigen Wärmebedarfs könnten über Fern- und Nahwärmenetze gedeckt werden. Davon entfielen 15,2 Prozent auf bestehende Netze, 12,4 Prozent auf Verdichtung und Ausbau im Bereich West-Mitte-Ost sowie 8,3 Prozent auf neue Wärmenetze in Bremen-Nord und Bremen-Süd. Dafür seien Investitionen von rund 900 Millionen Euro nötig. Zudem müsse das Netz um etwa fast 300 Kilometer erweitert werden.
Eignungsgebiete für Wärmenetze ausgewiesen
Für viele Gebäude sieht der Wärmeplan laut Senat dezentrale Lösungen vor. Dazu zählen insbesondere Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen. Voraussetzung seien weitere Fortschritte bei der Energieeffizienz von Gebäuden sowie technische Entwicklungen. Der Wärmeplan weist nach Angaben des Senats erstmals Eignungsgebiete für Wärmenetze und für dezentrale Versorgungslösungen aus. Zusätzlich gebe es Prüfgebiete, in denen die beste Versorgungsart weiter untersucht werde. Diese Flächen sollen bis Ende 2028 vertieft analysiert werden.
Bestandteil des Plans ist zudem eine Umsetzungsstrategie mit acht Handlungsfeldern. Diese reichen vom schnelleren Ausbau der Wärmenetze bis zu Information und Beratung. Nach dem Senatsbeschluss soll der Wärmeplan im April in der Bremischen Bürgerschaft beraten werden. Damit erfülle Bremen fristgerecht die Vorgaben des Bundes. Großstädte müssen demnach bis Ende Juni 2026 einen Wärmeplan vorlegen.
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