Schleswig-HolsteinKommunalfonds für die Wärmewende

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Tobias Goldschmidt: „Der Kommunalfonds wird eine Art Initialzündung für Energiewendeprojekte auf Gemeindeebene.“
(Bildquelle: Frank Peter)
Um den Einstieg in die kommunale Energiewende zu erleichtern, hat das Land Schleswig-Holstein eine neue Förderrichtlinie veröffentlicht. Ab Mai 2025 können Städte und Gemeinden über einen Kommunalfonds finanzielle Unterstützung für Wärme- und Effizienzprojekte erhalten. Das teilte das Energiewendeministerium in einer Pressemitteilung mit.
Laut Ministerium ist der Fonds auf Vorhaben ausgerichtet, die sich noch in einem frühen Planungsstadium befinden. Die Förderung soll bis zu 300.000 Euro betragen. Die Gelder seien vor allem für Vorleistungen gedacht, etwa Machbarkeitsstudien, Standortanalysen oder Umweltverträglichkeitsprüfungen. Auch rechtliche Beratung und Öffentlichkeitsarbeit sind förderfähig. Ziel sei es, eine Finanzierungslücke zu schließen, die zwischen der ersten Projektidee und einer regulären Finanzierung durch Banken entsteht. Sobald ein Projekt fortgeschritten ist und sich eine Finanzierung findet, muss das Geld aus dem Fonds anteilig zurückgezahlt werden.
„Die ersten Schritte sind oft die schwersten, auch bei der Wärmewende“, sagte Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen). „Der neue Fonds unterstützt die Kommunen dabei, etwa bei erneuerbaren Wärmeprojekten die ersten Schritte zu gehen, wenn hohe Planungskosten anfallen.“ Gefördert werden neben erneuerbaren Wärme- und Kälteprojekten auch Maßnahmen zur Energieeffizienz und Digitalisierung im Wärmesektor. Antragsteller können ab Mai bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) einen Förderantrag stellen, so das Ministerium.
Das Land verweist darauf, dass der Kommunalfonds in Anlehnung an den bestehenden Bürgerenergiefonds konzipiert wurde. Seit 2018 seien über dieses Modell bereits rund 60 Projekte in der Frühphase unterstützt worden.„Der Kommunalfonds wird eine Art Initialzündung für Energiewendeprojekte auf Gemeindeebene“, sagte Goldschmidt. „Das kann ein echter Booster für die Energiewende werden.“
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