Energie-Kommune des MonatsLandkreis Regensburg erhält Auszeichnung

Das Landratsamt Regensburg ist ein Passivhaus.
(Bildquelle: Dr. Gerd Kelly)
Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat den Landkreis Regensburg jetzt zur Energie-Kommune des Monats gekürt. Wie die Agentur mitteilt, setzt die Region mit einem langfristigen Plan zur Energiewende, zahlreichen Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien und einer starken Vernetzung von Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung Maßstäbe.
Bereits vor über einem Jahrzehnt habe der Landkreis die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung gestellt. Ein Energieentwicklungsplan sowie die Schaffung einer Klimaschutzmanager-Stelle bildeten den Grundstein für den heutigen Erfolg. Inzwischen werde der Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent vorangetrieben: Auf kommunalen Gebäuden entstanden Photovoltaikanlagen, ein Solarpotenzialkataster sorge für Transparenz, und ein interkommunales Radverkehrskonzept mit fast 900 Kilometern Wegenetz fördere klimafreundliche Mobilität. Auch die Windkraftnutzung und Investitionen in die Wärmewende spielen eine zentrale Rolle.
Ein Meilenstein sei Ende 2023 mit dem Energienutzungsplan erreicht worden. Er ermittelt Potenziale zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien für jede der 41 Kommunen des Landkreises. Besonders im Fokus ständen dabei der verstärkte Ausbau der Windenergie und die Beschleunigung der Wärmewende.
Die enge Kooperation zwischen Verwaltung, Unternehmen und Bürgern gelte als Schlüssel zum Erfolg. Initiativen wie die „Bürger Energie Region Regensburg“ förderten dezentrale Projekte, während Förderprogramme und strategische Partnerschaften wirtschaftliche Stabilität sicherten. „Der Landkreis Regensburg zeigt eindrucksvoll, dass eine vielseitige und bürgerorientierte Energiewende erfolgreich umgesetzt werden kann“, betont Robert Brandt, Geschäftsführer der AEE.
Dass dieser Weg Wirkung zeigt, belegen laut AEE Zahlen: Zwischen November 2023 und Oktober 2024 habe der Landkreis rund 80 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien decken können. Landrätin Tanja Schweiger sieht darin eine Bestätigung des gemeinschaftlichen Ansatzes: „Die Energiewende gelingt nur, wenn wir sie alle gemeinsam anpacken.“
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