WassernetzMobile Datenquelle erleichtert Einmessung

Verbandsgebiet der Wasserversorgung Auracher Gruppe.
(Bildquelle: Auracher Gruppe)
Modernes Netz-Management in kommunalen Unternehmen erfordert exakte Daten zu Leitungen und Hausanschlüssen. Außerdem müssen alle Daten digital an einem zentralen Punkt verfügbar sein. Das ist die Vorstellung von Joachim Karl, Geschäftsleiter der Auracher Gruppe, die sich im fränkischen Kreis Bamberg um die Wasserversorgung von acht angeschlossenen Gemeinden kümmert. In der Vergangenheit wurden Armaturen und Leitungen mit einem Maßband per Bogenschnitt bestimmt und in eine Skizze eingefügt. Diese Einmesszettel sollten digitalisiert werden. Die Erfassung der Daten aus den alten Messzetteln hätte allerdings sehr viel Aufwand mit einem ungenauen Ergebnis bedeutet. Deshalb entschied sich die Auracher Gruppe für einen kompletten Neustart der Messungen.
Hochpräzise und flexibel
Eine schnelle, zuverlässige und einfach zu handhabende Lösung zum Einmessen von Leitungen und Armaturen fand die Auracher Gruppe bei PPM: Mit dem PPM 10xx GNSS Sensor bietet das Unternehmen eine Lösung für die zentimetergenaue Erfassung von Positionsdaten über das globale Navigationssatellitensystem(GNSS). Ausgestattet mit einer Helix-Antenne unterstützt der Mehrfrequenz RTK-Empfänger (Real Time Kinematic) alle GNSS-Systeme (GPS, GPS, GLONASS, Galileo, Beidou) mit annähernd allen Frequenzen. Mit seinen ultrakompakten Abmessungen von zehn mal fünf mal drei Zentimetern, einem Gewicht von nur 130 Gramm und einem USB-Anschluss lässt sich der PPM 10xx GNSS Sensor problemlos mit einem Tablet oder Smartphone verbinden, über das die Messungen dann vorgenommen werden. Für die Arbeit im Außendienst kombinierte die Auracher Gruppe den Sensor mit einer RTK-Messstablösung.
Arbeit ohne Datenbruch
Die PPM Commander Software dient als Bindeglied zwischen dem GNSS-Empfänger und nahezu jedem beliebigen Anwenderprogramm. Für die Erfassung ihrer Messdaten nutzt die Auracher Gruppe die Karten-App von Riwa. Das besondere Plus dieser kombinierten Lösung ist die automatische Synchronisation der Messdaten vom mobilen Gerät auf das Web-GIS von Riwa. Im Anschluss an ihre Messungen im Feld konnten die Mitarbeiter sofort an ihren Rechnern im Büro mit den Daten weiterarbeiten. Dadurch gab es keinerlei Datenbruch, was die Arbeit erleichterte und damit zu einer hohen Akzeptanz der Lösung führte. Vor allem Genauigkeit überzeugte Geschäftsführer Joachim Karl. „Wir konnten unser Leitungsnetz mit einer Genauigkeit von zwei bis maximal fünf Zentimetern vermessen.“
Erfassung spart Zeit und Kosten
Die Beauftragung eines Vermessungsbüros kam für die Auracher Gruppe wegen der hohen Kosten nicht infrage. Mit der Lösung von PPM konnten die Mitarbeiter der Auracher Gruppe bei erschwinglichen Anschaffungskosten alle Messungen selbst durchführen. „Durch die Anschaffung des Vermessungsgeräts motiviert, haben unsere Mitarbeiter schnell über 8.000 Messpunkte erfasst und per Knopfdruck in unser GIS implementiert. Auf diese Weise konnte das Ortsnetz einer ganzen Gemeinde innerhalb kürzester Zeit digitalisiert werden“, so Geschäftsleiter Karl. Die Implementierung des neuen Systems übernahm der für die Auracher Gruppe zuständige Betreuer von Riwa. Die Erfassungssoftware für die Messdaten wurde dabei speziell auf die Anforderungen des Wasserversorgers reduziert. Durch diese Individualisierung ließ sich die Handhabung sehr einfach gestalten. Nach einer Einweisung von nur einer halben Stunde war das Team von Joachim Karl einsatzbereit. Aus seiner Sicht war die Lösung von PPM das beste Gesamtpaket. „Die Messeinheit hat sogar unter schwierigen Bedingungen, wie beispielsweise unter Bäumen, unerwartet gut funktioniert“, sagt er. Die Auracher Gruppe ist mit dem System vollkommen zufrieden und plant deshalb, es zukünftig weiter einzusetzen.
FairEnergie: Umstieg auf Intense-Lösung
[09.06.2026] FairEnergie ersetzt seine bisherige SAP-IS-U-Landschaft durch die cloudbasierte Plattform TENTAC auf Basis von SAP S/4HANA Utilities. Der Reutlinger Versorger setzt dabei auf Standardprozesse und integrierte Abläufe, um Kosten zu senken und kundenbezogene Prozesse zu vereinfachen. mehr...
GISA: GASAG senkt Cloud-Kosten
[08.06.2026] Die GASAG hat ihre SAP-Systemlandschaft in der Microsoft-Azure-Cloud überarbeitet. Nach Angaben des IT-Dienstleisters GISA sanken dadurch die monatlichen Speicherkosten deutlich, während sich die Leistungsfähigkeit der Systeme erhöhte. mehr...
Energiemanagement: Cyber-Sicherheit beginnt im Haus
[04.06.2026] PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox kommunizieren über digitale Schnittstellen miteinander und mit der Außenwelt. Heim-Energiemanagementsysteme fungieren dabei als zentrale Schaltstelle. Doch mit der Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche. mehr...
Berlin: Neues Konzept soll KRITIS schützen
[27.05.2026] Berlin verschärft den Schutz Kritischer Energieinfrastrukturen mit einem neuen TOP-Konzept aus technischen, organisatorischen und physischen Maßnahmen. Anlass sind Brandanschläge auf die Stromversorgung, die zuletzt ganze Stadtteile beeinträchtigten und nun umfangreiche Investitionen sowie neue Sicherheitsstandards auslösen. mehr...
IBM/Natuvion: Cloud-Umstieg beschleunigen
[26.05.2026] Das zentrale SAP-ERP-System (SAP ECC) wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Um Energieversorgern den Umstieg auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu erleichtern, haben IBM und Natuvion deshalb eine Zusammenarbeit vereinbart. mehr...
Stadtwerke Hilden: Neues CRM-System eingeführt
[21.05.2026] Die Suche nach einer neuen Ticketing-Lösung führte bei den Stadtwerken Hilden zur Einführung eines umfassenden CRM-Systems. mehr...
Elvaco: ISO-Zertifizierung erhalten
[20.05.2026] Elvaco hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 erhalten und stärkt damit sein Informationssicherheits-Management für Gebäude- und Energiedaten. Die Zertifizierung reagiert auf strengere EU-Vorgaben und wachsende Anforderungen an sichere Datenketten in vernetzten Metering- und Smart-Building-Systemen. mehr...
50Hertz: Netzsoftware als Open Source veröffentlicht
[18.05.2026] Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz stellt die Software ToOp zur Bewältigung von Netzengpässen als Open-Source-Projekt bereit. Nach Angaben des Unternehmens soll das Tool Netzbetreiber in Europa bei der Steuerung von Stromflüssen unterstützen. mehr...
Cyber-Sicherheit: Den Ernstfall trainieren
[18.05.2026] Ein Übungskonzept soll die Sicherheit Kritischer Infrastrukturen erhöhen. Das Konzept für KRITIS-Betreiber wurde Fraunhofer IOSB-AST mit dem Future Energy Lab der Deutschen Energie-Agentur entwickelt. mehr...
WEMAG: Drohnen überwachen Stromnetze
[13.05.2026] Der Einsatz von Drohnen in der Energiebranche nimmt zu. Auch der Stromnetzbetreiber WEMAG Netz setzt auf die Flugsysteme, um Stromleitungen schneller zu kontrollieren und Schäden frühzeitig zu erkennen. mehr...
ASEW: Plattform für IoT-Angebote
[29.04.2026] Eine Informationsplattform für Anwendungen des Internet of Things soll kommunale Unternehmen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen über bestehende Angebote informieren. Das Projekt mehrerer Stadtwerke wird von der ASEW koordiniert. mehr...
Siemens: Security-Dienst für Energie und Infrastruktur
[23.04.2026] Siemens Smart Infrastructure hat einen neuen Sicherheitsdienst für Energieversorger, Industrieunternehmen sowie Betreiber Kritischer Infrastrukturen vorgestellt. Die Lösung soll Cyber-Angriffe schneller erkennen und den Betrieb digitalisierter Anlagen absichern. Der erste Kunde in Deutschland sind die Hertener Stadtwerke. mehr...
Interview: Ende-zu-Ende gut, alles gut
[23.04.2026] Anstatt eine Vielzahl an Einzeltools anzubieten, versteht sich die Lösungsplattform GY der Wilken Software Group als eine Art integriertes Betriebssystem. Im Interview mit stadt+werk erläutert Tobias Mann, Chief Customer Officer (CCO) der Wilken Software Group, wie GY Prozesse in der Energiewirtschaft zukunftsfähig organisiert. mehr...
Frankfurt (Oder): Stadtwerke setzen auf Echtzeit-Steuerung
[15.04.2026] Die Stadtwerke Frankfurt (Oder) treiben die digitale Optimierung ihrer Energieanlagen voran. In Zusammenarbeit mit Data Cybernetics soll eine Software den Betrieb flexibler und wirtschaftlicher gestalten. Das Ziel ist eine automatisierte Steuerung in Echtzeit. mehr...
Thüga: KI-Rahmenvertrag mit der Telekom
[15.04.2026] Das Stadtwerke-Netzwerk Thüga setzt auf KI-Anwendungen der Deutschen Telekom. Die Systeme sollen kommunale Energie- und Wasserdienstleister bei Standardaufgaben unterstützen. Nach Angaben der Unternehmen erfolgt die Datenverarbeitung ausschließlich im europäischen Rechtsraum. mehr...













