Montag, 27. April 2026

Fachverband BiogasSchwierige Zeiten

[01.02.2013] Mit Biogas kann nicht nur Strom bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt, sondern auch Wärme und Kraftstoff erzeugt werden. Trotzdem sieht sich die Biogasbranche schwierigen Zeiten gegenüber und fordert Planungssicherheit von der Politik.

Schwierige Zeiten attestiert der Fachverband Biogas der Branche mit Blick auf das Jahr 2012. „Der Anlagenbau ist nahezu vollständig zusammengebrochen, das Repowering bestehender Anlagen kann diese Lücke nicht schließen und das Auslandsgeschäft kompensiert nur einen Teil der Umsatzeinbrüche“, sagt Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbands Biogas. Wie der Verband weiter mitteilt, sind in den Jahren 2009 bis 2011 jährlich 1.000 neue Anlagen ans Netz gegangen. 2012 seien es weniger als 300 gewesen (14587+wir berichteten). Diese Schwierigkeiten basieren etwa auf hohen Substratpreisen, den verschlechterten Bedingungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2012 und auf Akzeptanzproblemen. Den Biogasunternehmen fehle zudem das klare politische Bekenntnis zum Thema Biogas und damit die Planungssicherheit. Für weitere Verunsicherung haben auch die Vorschläge von Bundesumweltminister Peter Altmaier zur so genannten Strompreissicherung geführt. Sie bewirken laut dem Fachverband den gänzlichen Stopp des Neuanlagenbaus. Biogas spiele allerdings eine elementare Rolle im Rahmen der Energiewende. Pellmeyer: „Im Stromsektor kann das gespeicherte Biogas bedarfsgerecht eingesetzt werden und somit die Schwankungen der fluktuierenden Photovoltaik- und Windkraftanlagen ausgleichen.“ Zudem wird mithilfe von Biogas klimaneutrale, regionale und verlässliche Wärme erzeugt und es steht als erneuerbarer Kraftstoff zur Verfügung, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Die Politik muss sich nun entscheiden, ob sie die Energiewende ernst nimmt – bei Strom, Wärme und Kraftstoff. Biogas steht dafür bereit“, so der Präsident des Fachverbands.





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