Freitag, 22. Mai 2026

Baden-WürttembergSmart-Grids-Roadmap 2.0 ist fertig

[06.12.2022] Wie soll die Entwicklung und Nutzung von Smart Grids in Baden-Württemberg bis 2030 gestaltet werden? Antworten auf diese Frage liefert die neue Smart-Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0.
Baden-Württembergs Smart-Grids-Roadmap 2.0 ist fertig.

Baden-Württembergs Smart-Grids-Roadmap 2.0 ist fertig.

(Bildquelle: Smart Grids BW)

Smart Grids sind ein Schlüsselelement der Energiewende. So stimmen sie Energieerzeugung, -speicherung und -verbrauch optimal aufeinander ab und erlauben mittels Digitalisierung eine effiziente Neugestaltung des Energiesystems. Bereits jetzt ist Baden-Württemberg Vorreiter im Themengebiet. Wie die Entwicklung und weitere Umsetzung intelligenter Energienetze in dem Bundesland bis zum Jahr 2030 weitergehen sollen, zeigt die neu erschienene Smart-Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0. Unter der Leitung des Vereins Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg (SmartGridsBW) beteiligten sich über 140 baden-württembergische Energiewende-Akteure an ihrer Entstehung. Sie folgt als Neuauflage der bereits 2013 erschienenen ersten Smart-Grids-Roadmap Baden-Württemberg.
Die neue Roadmap analysiert vier Handlungsfelder, die für die Gestaltung intelligenter Energienetze von besonderer Relevanz sind: Netz und Markt verbinden, Sektorkopplung konsequent denken, Forschung fördern und Reallabore in den wirtschaftlichen Dauerbetrieb überführen sowie Partizipation auf allen Ebenen ermöglichen. In Unterkapiteln werden die verschiedenen Themen, Technologien und Konzepte im Querschnitt betrachtet. Des Weiteren werden Herausforderungen identifiziert, zu erreichende Ziele festgelegt und erforderliche Maßnahmen konkretisiert. Für jeden Handlungsbereich formuliert die Roadmap konkrete Forderungen an politische Entscheidungstragende sowie damit verbundene Anforderungen an die Akteure im Themenfeld. Auch werden übergreifende Herausforderungen bei der Gestaltung intelligenter Energienetze aufgezeigt, welche für alle Bereiche gleichermaßen gelten.
Die wichtigste Erkenntnis des Prozesses ist nach Angaben von SmartGridsBW wenig überraschend, dafür aber umso mehr zu betonen: Die Zeit ist knapp. Es dürfe deshalb nicht nur im eigenen Verantwortungsbereich gedacht werden. Vielmehr seien Kooperationen an vielen Stellen zu intensivieren, teilweise überhaupt erst zu etablieren, um ein reibungsloses Zusammenwirken der verschiedenen Komponenten des Energiesystems zu gewährleisten.
Die neue Roadmap entstand im Rahmen eines vollständig transparenten 13-monatigen Stakeholder-Dialogprozesses, an dem sich in Summe über 140 Vertreterinnen und Vertreter aus Energie- und Netzwirtschaft, Digitalwirtschaft, Handwerk, Forschung, Kommunalwirtschaft und Bevölkerung beteiligten. Alle Teilnehmenden hatten jederzeit die Möglichkeit, ihren Input per E-Mail einzubringen sowie in sechs Workshops alle Handlungsfelder und übergreifenden Themen ausführlich zu diskutieren. Das entstandene Strategiepapier zeigt laut SmartGridsBW deutlich, dass die Expertise, das kumulierte Erfahrungswissen sowie der ressortübergreifende Austausch der beteiligten Energiewende-Akteure im Prozess zu einem deutlich tieferen Verständnis der Lage und der anzupackenden Notwendigkeiten führten. Nun gelte es, die gewonnenen Erkenntnisse und festgelegten Maßnahmen in die Praxis umzusetzen – in Baden-Württemberg und darüber hinaus.





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