GelsenkirchenSTEAG als Fernwärme-Partner
In Gelsenkirchen ist STEAG Fernwärme-Partner des so genannten InnovationCity roll out (wir berichteten). Wie der Energiekonzern mitteilt, haben jetzt Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) und Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management GmbH (ICM), den Prozess für den Gelsenkirchener Stadtteil Rotthausen offiziell gestartet. In der nordrhein-westfälischen Stadt ist STEAG laut eigenen Angaben bereits seit dem Jahr 1971 aktiv. Der Versorger werde in dem nun gestarteten Projekt sein Versorgungsgebiet bis nach Rotthausen erweitern. Mit Feldmark wird er dabei außerdem einen weiteren Stadtteil mit Fernwärme erschließen. „Die Nutzung von Fernwärme ist ein bedeutender Baustein zur Reduktion der CO2-Emissionen“, sagt Udo Wichert, Sprecher der Geschäftsführung von STEAG Fernwärme. Das Klimaschutzkonzept für die Stadt Gelsenkirchen benenne die Vorteile von Fernwärme deutlich. „Es kommt zu dem Schluss, dass hinsichtlich des ökonomischen und ökologischen Vergleichs der untersuchten Varianten, also Nachtspeicherheizungen, Fernwärme, Erdgasbrennwert mit und ohne Solarthermieunterstützung, Luft-Wasser-Wärmepumpe und Abwasserwärmenutzung die Fernwärme das beste Verhältnis zwischen Ökologie und Ökonomie erreicht. Mit den geplanten Maßnahmen können wir nicht nur den Wohnkomfort erhöhen, sondern auch einen wichtigen Beitrag für Rotthausen im InnovationCity roll out leisten“, so Wichert weiter. Als Partner der ersten Stunde wirkt STEAG laut eigenen Angaben an der InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop mit. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem im Jahr 2010 gestarteten Vorhaben sollen auf das gesamte Ruhrgebiet ausgerollt werden. Ziel sei es, den einzigartigen, initial für Bottrop entwickelten Prozess auf weitere Städte in der Region zu übertragen. In insgesamt 20 ausgewählten Quartieren der Metropole werden ganzheitliche Quartiersentwicklungen nach dem Vorbild der InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop initiiert. Das Gesamtprojekt ist laut STEAG eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Durch Analyse, Konzeptentwicklung und eine mögliche darauf folgende Umsetzung soll es eine deutliche CO2-Reduktion erzielen und die Energiewende von unten vorantreiben. Wie der Meldung weiter zu entnehmen ist, soll in Bottrop der CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 50 Prozent reduziert werden. Die Fernwärmeversorgung sei dabei in wichtiger Faktor. Seit 2011 konnte demnach das Versorgungsnetz durch den Bau neuer Fernwärmeleitungen wie in Bottrop-Boy und Bottrop-Eigen ausgeweitet und rund 350 neue Fernwärmeverbraucher angeschlossen werden. Auch beim zweiten Projekt im Essener Eltingviertel sei Fernwärme von STEAG ein fester Partner des Klimaschutzkonzepts: Seit dem Projektstart im April 2015 konnten dort rund 300 Wohneinheiten umgestellt werden. Nicht selten werden dabei laut STEAG ineffiziente und teure Nachtspeicherheizungen durch wartungsarme und klimafreundliche Fernwärme ersetzt. Das nordrhein-westfälischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz fördert den InnovationCity roll out aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
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