Montag, 2. Februar 2026

BEEStrommarkt zügig reformieren

[06.07.2023] Angesichts des Preisverfalls an den Strombörsen mahnt der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) eine dringende Überarbeitung des Strommarktdesigns an.
Am Strommarkt kommt es immer häufiger zu negativen Strompreisen.

Am Strommarkt kommt es immer häufiger zu negativen Strompreisen.

(Bildquelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.)

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fordert angesichts des rasant steigenden Anteils erneuerbarer Energien an der Stromversorgung eine rasche Reform des Strommarktsystems (siehe hierzu auch: BDEW: Vorschläge für ein neues Strommarktdesign). Laut BEE-Strommarktexperte Matthias Stark kommt es immer häufiger zu negativen Strompreisen. „Am vergangenen Wochenende lagen die Preise an der Strombörse zeitweise bei minus 500 Euro. Das zeigt: Das bestehende System muss dringend überarbeitet werden”, so Stark.
Der BEE beschäftige sich seit Anfang 2021 intensiv mit diesem Thema und hat in seiner Strommarktstudie vom Dezember 2021 auf die Mängel im Marktdesign hingewiesen. In Zusammenarbeit mit den Fraunhofer-Instituten für Energiewirtschaft und Netzbetrieb (IEE) und Solare Energiesysteme (ISE) wurde ein detaillierter Reformvorschlag erarbeitet, der von der Kanzlei Becker Büttner Held (BBH) rechtlich geprüft und von 70 Experten fachlich begleitet wurde.
Der BEE habe seine Positionen in die Plattform Klimaneutrales Stromsystem (PKNS) eingebracht, deren Zeithorizont allerdings erst im Jahr 2030 beginnt. Der BEE hält die Einführung einer Mengenförderung bereits in den nächsten Jahren für zwingend erforderlich. Entscheidend sei, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien und die notwendigen Flexibilitäten ermöglicht werden. Der BEE will den Reformprozess aktiv begleiten und sich für eine Reform einsetzen, die den Anforderungen der Klimakrise und der erneuerbaren Energien gerecht wird.



Stichwörter: Politik, BEE, Strommarktdesign


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