Montag, 9. Februar 2026

BremenTabakquartier hat Energiezentrale erhalten

[07.11.2025] Im Bremer Tabakquartier ist eine neue Energiezentrale in Betrieb gegangen, die Wärme aus Abwasser gewinnt. Der Energiedienstleister swb setzt damit auf eine klimafreundliche Versorgung ganz ohne fossile Brennstoffe.

Offizieller Akt zur Einweihung der Energiezentrale im Bremer Tabakquartier.

v.l.: Frank Estler, Werner Hölscher, beide swb Services; Jan Fries, Staatsrat bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft; Dr. Karsten Schneiker, Vorstandssprecher der swb AG; Burkhard Bojazian, Simon Rott, beide geschäftsführende Gesellschafter von Justus Grosse Immobilienunternehmen

(Bildquelle: swb AG)

Im Tabakquartier in Bremen versorgt eine neue Energiezentrale künftig Wohn- und Geschäftsgebäude mit Wärme und Kälte aus Abwasser. Wie der regionale Energieversorger swb berichtet, bilden zwei große Wärmepumpen mit zusammen rund 1,2 Megawatt Leistung das Herzstück der Anlage. Das Abwasser gelangt von einer Wärmetauscher-Station am hanseWasser-Pumpwerk zur Energiezentrale und wird dort als Energiequelle genutzt. Die Technik stammt nach Angaben von swb vom Hersteller Huber und gilt als derzeit größte Abwasser-Wärmetauscher-Anlage des Unternehmens in Deutschland.

Die Quartierslösung arbeitet ohne fossile Brennstoffe: Im Winter liefert sie Nahwärme, im Sommer kühlt sie unter anderem das Bürogebäude FORUM. swb zufolge entsteht so ein System, das vorhandene Energie mehrfach nutzt und den CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren soll. Das Projekt wurde gemeinsam mit hanseWasser und dem Quartiersentwickler Justus Grosse umgesetzt.

Anlässlich der Inbetriebnahme verwies Karsten Schneiker, Vorstandssprecher von swb, auf die Bedeutung des Projekts für die Energiewende in Bremen. Jan Fries, Staatsrat in der Bremer Umwelt- und Klimaschutzbehörde, lobte die Verbindung von innovativer Technik und nachhaltiger Stadtplanung. Auch Burkhard Bojazian, geschäftsführender Gesellschafter von Justus Grosse, betonte die Rolle partnerschaftlicher Zusammenarbeit bei der Quartiersentwicklung.

Das Tabakquartier entsteht seit 2018 auf dem über 20 Hektar großen Gelände der ehemaligen Martin-Brinkmann-Zigarettenfabrik in Bremen-Woltmershausen. Dem Unternehmen Justus Grosse zufolge wächst dort ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnraum, Kultur- und Freizeitangeboten, in das bis 2027 rund 700 Millionen Euro investiert werden sollen. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat das Gesamtkonzept 2023 mit dem DGNB-Gold-Vorzertifikat ausgezeichnet.





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