Offshore-WindenergieTausend Megawatt und mehr

Das Jahr 2014 bescherte der Offshore-Windenergiebranche einen Rekordwert. 2015 soll der Zubau auf hoher See weitergehen.
(Bildquelle: Vattenfall / Paul Langrock)
Neuer Rekord für die Offshore-Windenergiebranche: Zum Ende des Jahres 2014 haben Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee erstmals eine Gesamtleistung von mehr als 1.000 Megawatt erbracht. „Die Zahlen verdeutlichen, dass der Ausbau Offshore im vergangenen Jahr an Fahrt aufgenommen hat“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD). Grundlage für die enormen Investitionen sei, dass durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Planungssicherheit geschaffen wurde. „Dies ist zum großen Teil dem Engagement der Küstenländer zu verdanken, die sich im Verbund für den Ausbau der Offshore-Windenergie eingesetzt haben“, so Pegel weiter. Nach einer Erhebung des Unternehmens Deutsche WindGuard speisten zum Jahresende 2014 in der deutschen Nord- und Ostsee insgesamt 258 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.049 Megawatt Strom in das Netz ein. Demnach gingen auf See 142 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 528,9 Megawatt neu ans Netz. Der Zubau habe sich damit im Vergleich zu 2013 mehr als verdoppelt.
Laut dem Bundesverband Windenergie (BWE) hoffen die Hersteller von Offshore-Windenergieanlagen, Fundamenten und Netztechnik, dass mit dem Zubau 2014 nicht nur eine symbolische Marke erreicht wurde. „Auf See haben wir die Gigawattschwelle der gesamt installierten Leistung am Netz nun offiziell durchbrochen“, sagt Norbert Giese, Vorsitzender des Lenkungskreises Offshore-Windindustrie des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). „Das entspricht einem Investitionsvolumen von etwa vier Milliarden Euro. Dazu kommen Exporte der Turbinen-, Fundament- und Netztechnikhersteller im Milliarden-Euro-Volumen. Auch 2015 rechnen wir mit bis zu zwei Gigawatt Offshore-Windenergieanlagen neu am Netz.“
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