Donnerstag, 11. Juni 2026

Power-to-GasThüga setzt auf Elektrolyseur

[13.03.2013] Eine Demonstrationsanlage zur Umwandlung von Strom in Gas will das Stadtwerke-Netzwerk Thüga bauen. Der so gewonnene Wasserstoff soll in das kommunale Gasverteilnetz einspeist werden.

Die Thüga-Gruppe plant den Bau einer Power-to-Gas-Demonstrationsanlage mit einem Protonen-Austausch-Membran-Elektrolyseur (PEM). Diese Technik hat damit den Vorzug vor der alkalischen Elektrolyse erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung des Stadtwerke-Netzwerks. Michael Riechel, Mitglied des Vorstands der Thüga, erläuterte: „Wir sehen darin erstens die umweltfreundlichere Technologie und zweitens macht sie unsere Anlage lastflexibler.“ Der Elektrolyseur verwende Wasser als Betriebsmittel und keine Kalilauge. Darüber hinaus könne die Anlage mit dem PEM-Elektrolyseur dynamischer betrieben werden, da sie besonders schnell auf veränderte Lastsituationen im Stromnetz reagieren kann. „Insgesamt ist diese Technologie für uns die zukunftsfähigere“, resümierte Riechel.
Gebaut werden soll die Anlage im Raum Frankfurt am Main, die Inbetriebnahme ist für Ende 2013 geplant. Nach Angaben von Thüga handelt es sich um die bundesweit erste Demonstrationsanlage, die Strom in Wasserstoff umwandelt und in das kommunale Gasverteilnetz einspeist. Die Anlage soll pro Stunde rund 60 Kubikmeter Wasserstoff erzeugen und so in einer Stunde 3.000 Kubikmeter mit Wasserstoff angereichertes Erdgas in das Netz einspeisen.
Wie Thüga weiter mitteilt, sind an dem Projekt 13 Unternehmen der Thüga-Gruppe beteiligt. Aus Sicht der Projektpartner werden bundesweit die nächsten Jahre durch die Erforschung und Entwicklung von Energiespeichern geprägt sein. Eine Analyse der Thüga habe ergeben, dass der Speicherbedarf im Jahr 2020 bei 17 Terrawattstunden liegen wird. Das kommunale Gasnetz könne den Speicherbedarf komplett decken. „Das Erdgasverteilnetz kann die Batterie der Zukunft sein, jetzt bauen wir das Ladegerät dazu“, drückte es Thüga-Vorstand Riechel aus.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energiespeicher
bericht

Energiespeicherung: Großspeicher für Kohlerevier

[11.06.2026] Wie Speicher zum Strukturwandel beitragen können, zeigt ein Projekt, welches das Unternehmen Voltfang innerhalb von nur zwölf Monaten im ehemaligen Kohlerevier Alsdorf realisiert hat. Der Speicher ist wirtschaftlich rentabel und entlastet gleichzeitig das Netz. mehr...

VKU: Ausbau von Großbatteriespeichern gewinnt an Dynamik

[11.06.2026] Kommunale Energieversorger treiben den Ausbau von Großbatteriespeichern voran. Eine VKU-Umfrage zeigt hohe Investitionsbereitschaft, zugleich fordert der Verband bessere Rahmenbedingungen für den weiteren Hochlauf. mehr...

Luftaufnahme einer ländlich geprägten Landschaft mit Feldern, Windkraftanlagen und einem Umspannwerk. In die Aufnahme ist eine Visualisierung eines großflächigen Batteriespeichers eingebettet: Mehrere Reihen von Speichercontainern und technische Anlagen sind auf zwei Arealen dargestellt, die über Straßen miteinander verbunden sind. Das Bild zeigt die geplante Integration eines Batterie-Großspeichers in die bestehende Energieinfrastruktur zur Speicherung und Bereitstellung von erneuerbar erzeugtem Strom.

Next Kraftwerke / Eco Stor: Vertrag für Großbatteriespeicher in Förderstedt

[03.06.2026] Für ein Batteriespeicherprojekt in Sachsen-Anhalt haben Next Kraftwerke und Eco Stor eine langfristige Vermarktungsvereinbarung abgeschlossen. Die Anlage soll nach ihrer vollständigen Inbetriebnahme eine Leistung von 300 Megawatt erreichen. mehr...

Tauber Energy: Bau eines Batteriespeicher in Wertheim

[28.05.2026] Ein Batteriespeicher zur Stabilisierung des Netzes entsteht zur Zeit in Wertheim. Die Anlage von Tauber Energy hat eine Anschlussleistung von über 15 Megawatt. mehr...

Trianel: Batteriepark hat letzte Genehmigungen erhalten

[21.05.2026] Der geplante Batteriepark in Waltrop hat die letzten Genehmigungen für einen 900-MW-Großspeicher erhalten. Das Milliardenprojekt der Partner Trianel, Luxcara und BKW rückt damit näher an den Baustart, stößt aber auf Unsicherheit durch die Debatte um Netzentgelte für Speicher. mehr...

Batteriespeicheranlage von INTILION in Halle (Saale) mit mehreren weißen Technikcontainern auf einem Betonfundament unter freiem Himmel

Furo: Softwareplattform für Batteriespeicher

[19.05.2026] Das Münchner Softwareunternehmen Furo bringt eine Plattform auf den Markt, die Planung, Echtzeitsteuerung und Energiehandel für Batteriespeicher in einem System vereint. Die Lösung soll Industrieunternehmen helfen, Speicher ab 150 kW deutlich wirtschaftlicher zu betreiben und schneller zu amortisieren. mehr...

BayWa r.e.: Übernahme von Deutschlands größtem Batteriespeichersystem

[13.05.2026] BayWa r.e. übernimmt den Betrieb von Deutschlands größtem Batteriespeichersystem in Alfeld mit 137 MW Leistung und 282 MWh Kapazität. Der Vertrag mit dem dänischen Investor Scale Fund markiert für das Unternehmen den Einstieg in den Betrieb eigenständiger Großspeicher und zeigt die wachsende Bedeutung solcher Anlagen für die Netzstabilität. mehr...

Trianel: Greentech nimmt Batteriegroßspeicher in Betrieb

[12.05.2026] greentech hat für Trianel in Groß Laasch einen netzgekoppelten Batteriegroßspeicher mit 27 MWh Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage kombiniert Photovoltaik und Speicher an einem gemeinsamen Netzanschluss und soll die Netzstabilität erhöhen. mehr...

NTT DATA: E-Autos als mobile Stromspeicher

[08.05.2026] Bidirektionales Laden macht Elektroautos zu mobilen Stromspeichern für Haushalte, Unternehmen und Stromnetze. Nach Einschätzung von NTT DATA könnte die Technik Kommunen helfen, Netze zu stabilisieren, Energiekosten zu senken und die Energiewende schneller voranzutreiben. mehr...

BSW-Solar: Markt für stationäre Batteriespeicher wächst

[07.05.2026] Deutschlands Markt für stationäre Batteriespeicher wächst so stark wie nie zuvor: Im ersten Quartal kamen mehr als zwei Gigawattstunden neue Kapazität hinzu. Der Rekordzubau verschärft die Debatte um die künftige Stromversorgung, weil Speicher bei Netzstabilität und Kraftwerksplanung eine immer größere Rolle spielen. mehr...

Luftaufnahme eines großen Kraftwerks im Industriehafen von Bremen: Mehrere Industriegebäude mit einem sehr hohen, zentralen Schornstein dominieren das Gelände. Das Kraftwerk liegt direkt am Wasser, an dessen Ufer Schiffe und Lastkähne angelegt sind. Im Hintergrund erstrecken sich weitere Hafenanlagen, Lagerflächen und vereinzelte Windkraftanlagen unter einem leicht bewölkten Himmel.

Bremen: Batteriespeicher im Hafen geplant

[04.05.2026] In Bremen soll ein großer Batteriespeicher entstehen. Das Projekt ist auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks im Industriehafen geplant und soll bis Anfang 2028 fertig sein. mehr...

Kaiserslautern: Photovoltaikanlagen erhalten Batteriespeicher

[04.05.2026] Kaiserslautern rüstet mehrere städtische Gebäude mit Batteriespeichern für bestehende Photovoltaikanlagen aus. Die zusätzlichen Speicher sollen den Eigenverbrauch deutlich steigern, Energiekosten senken und sind Teil eines größeren kommunalen Klimaschutzprogramms. mehr...

Vorderansicht eines kleinen, weißen Technikgebäudes des Quartierspeichers mit flachem Dach und verglaster Doppeltür. Im Inneren sind mehrere gelbe technische Geräte und Kabelinstallationen sichtbar. Das Gebäude steht auf einer Grünfläche zwischen Wohnhäusern und Bäumen.

Studie: Hürden für Quartierspeicher

[29.04.2026] Ein Forschungsprojekt unter Leitung der TH Köln hat untersucht, wie gemeinschaftliche Batteriespeicher in Neubaugebieten genutzt werden können. Nach Angaben der Hochschule ist der technische Betrieb möglich. Neue gesetzliche Vorgaben erschwerten jedoch die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen. mehr...

Sachsen-Anhalt: Neues Umspannwerk mit Großspeicher

[29.04.2026] In Klostermansfeld soll ein neues 380-Kilovolt-Umspannwerk mit angeschlossenem Batteriespeicher entstehen. Nach Angaben von WT Energiesysteme ist der Baustart für Anfang 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für Ende 2028. mehr...

Wilhelmshaven: Bau von Batteriespeicher begonnen

[22.04.2026] In Wilhelmshaven hat der Bau eines Batteriespeichers mit 50 MW Leistung und 100 MWh Kapazität begonnen. Das Projekt von Uniper und NGEN soll das Stromnetz stabilisieren und die Integration erneuerbarer Energien voranbringen. mehr...