AusschreibungenVerbände begrüßen Erhöhung
Die Bundesregierung hat sich am 23. April 2021 darauf geeinigt, die Ausschreibungsmengen für Wind- und Solarenergie anzuheben. Das trifft in der Branche auf Zuspruch. „Es ist gut, dass sich die Fraktionen darauf verständigt haben, die Ausschreibungsmengen der erneuerbaren Energien für das kommende Jahr zu erhöhen. Allerdings bräuchten wir eine kontinuierliche Anhebung der Ausbaumengen. Um mehr Flächen für die Windenergie an Land auszuweisen, ist die Einigung zu den so genannten Drehfunkfeuern als isolierte Maßnahme und ein Baustein sinnvoll. Sie ist aber eben nur ein Puzzlestück. Die Einigung zu einer weiteren Absenkung der EEG-Umlage zu Lasten des Bundeshaushalts ist ebenfalls zu begrüßen. Summa summarum beinhaltet die heutige Einigung gute Korrekturen für die unmittelbare Zukunft“, erklärt Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU).
„Wir begrüßen die Einigung zur schnelleren Nachholung von nicht bezuschlagten Ausschreibungsvolumen und Sondervolumen. Das ist ein wichtiges Signal an die Branche aber auch an die Länder. Es braucht nun Genehmigungen und Flächen. Der Bund setzt in Bezug auf die Drehfunkfeuer ein erstes Signal. Die Korrektur der Abstandsradien auf das internationale übliche Maß muss noch erfolgen. Gleichzeitig sind kurzfristig Genehmigungen von mindestens 3.000 MW erforderlich“, sagt der Präsident des Bundesverbands Windenergie (BWE), Hermann Albers.
„Die erzielte Einigung ersetzt nicht die selbst gesetzte Vorgabe des Entschließungsantrags, die Ausbaumengen und -pfade bis 2030 für erneuerbare Energien entlang der europäischen Klimaschutzvorgaben im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zeitnah anzupassen. Dies sollte bereits im ersten Quartal erfolgen und steht immer noch aus. Zusätzliche Ausschreibungsmengen für das Jahr 2022 reichen nicht aus, sondern wir brauchen insgesamt eine Anhebung der installierten Leistung auf 205 GW Photovoltaik und 95 GW Wind Onshore sowie einen Stabilisierungspfad für Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie“, kommentiert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).
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