Mittwoch, 10. Juni 2026

FichtelgebirgsStromVon der Region für die Region

[27.04.2016] In einem virtuellen Kraftwerk bündeln die Stadtwerke Wunsiedel und der Energieverbund Zukunftsenergie regionalen Strom aus Photovoltaik, Biomasse und Windkraft. Verbraucher können so klimafreundlichen Strom aus der Gegend beziehen.

Regional und ökologisch – so können mehr als 70.000 Verbraucher in Franken künftig ihren Strom aus Photovoltaik, Biomasse und Windkraft beziehen. Möglich macht das ein neues Ökostromangebot, das die Stadtwerke Wunsiedel und der Energieverbund Zukunftsenergie gemeinsam unter dem Namen FichtelgebirgsStrom gestartet haben. Dabei handelt es sich um eine Direktvermarktung, die in einem regionalen Bilanzkreis durchgeführt wird. Der vor Ort produzierte Strom wird so auch den Verbrauchern vor Ort angeboten – ein Geschäftsmodell, dass Experten des interdisziplinären Beratungsunternehmens Sterr-Kölln und Partner maßgeblich mitgestaltet haben. Wie das Beratungsunternehmen berichtet, verfügen die Stadtwerke Wunsiedel und der Energieverbund Zukunftsenergie Fichtelgebirge über eine Vielzahl Erneuerbare-Energien-Anlagen. Darüber hinaus gebe es viele kleine Ökostromkraftwerke in der Region in privater Hand. Sie zu einem regionalen, virtuellen Kraftwerk zusammenzufassen und den erzeugten Strom über die Stadtwerke den Verbrauchern in den Kreisen Wunsiedel, Hof und Kulmbach anzubieten, sei die Idee des Regionalstromkonzepts. In der Meldung heißt es, dass Verbraucher mit dem neuen Modell nicht mehr als bei vergleichbaren Tarifen zahlen, dafür aber regionalen und klimafreundlichen Strom bekommen. Das System sei außerdem transparent gestaltet. Online können die Kunden sehen, wer den Strom produziert, wo die Anlagen stehen und wie viel Strom der Zusammenschluss bereits produziert hat. Private Erzeuger profitierten über die angebotene Direktvermarktung von einem im Vergleich zur Einspeisevergütung leicht höheren Vergütungssatz. Die kooperierenden Unternehmen übernehmen zudem eine Reihe administrativer Aufgaben. Der Wechsel in die Direktvermarktung sei für die Erzeuger risikofrei, da sie monatlich einsteigen und auch wieder zur Einspeisevergütung zurückkehren können.





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