ENVIKOWorkshops zur Bürgerbeteiligung
Ein geplanter Windpark, eine neue Fernwärmetrasse, eine große Photovoltaikanlage – Energiewendevorhaben stoßen trotz breiter gesellschaftlicher Zustimmung oft auf lokale Vorbehalte. Das Projekt ENVIKO – Partizipative Energiewende-Visualisierung und Kommunikation am Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) in Potsdam sucht nach Wegen, wie sich diese Konflikte durch transparente, digitale Beteiligungsprozesse entschärfen lassen.
Im Zentrum des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts steht ein Online-Tool, das mithilfe immersiver Technologien wie Augmented und Virtual Reality eine virtuelle 3D-Landschaft erzeugt. In dieser Umgebung lassen sich geplante Bauvorhaben realitätsnah simulieren und erkunden. Ziel ist es, Vorhaben der Energiewende nicht nur verständlich darzustellen, sondern auch Rückmeldungen aus der Bevölkerung gezielt einzuholen – sowohl von Bürgerinnen und Bürgern als auch von Entscheidungsträgerinnen und -trägern.
Die interaktive Plattform soll künftig ermöglichen, Planungsvorhaben gemeinsam zu diskutieren, auf kreative Weise darzustellen und mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz besser auszuwerten. Dadurch soll sowohl die Information der Öffentlichkeit verbessert als auch die aktive Mitwirkung gefördert werden.
Im Mai 2025 lädt das RIFS zu einer Reihe von Online-Workshops ein, in denen das Tool vorgestellt und getestet wird. Gesucht werden Praktikerinnen und Praktiker aus Verwaltung, Planung oder Zivilgesellschaft, die ihre Erfahrungen einbringen und konkrete Rückmeldungen zu Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten geben. Ziel ist es, das Beteiligungstool möglichst praxisnah zu entwickeln und die digitale Bürgerbeteiligung im Energiebereich weiter auszubauen.
Die zweistündigen Workshops finden am 20. und 26. Mai jeweils von 16 bis 18 Uhr statt. Die Teilnahme ist online möglich.
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