BDEW

Donnerstag, 26. April 2018

Sachsen:
Größter Batteriespeicher im Bau


[9.3.2017] Ein neuer Batteriespeicher in Chemnitz soll es auf eine Nennkapazität von 15,9 Megawattstunden schaffen. Dies entspricht der Akkukapazität von zwei Millionen Smartphones.

Der größte Energiespeicher in Sachsen hat eine Nennkapazität von 15,9 MWh. Der Solarkraftwerkebauer Belectric errichtet derzeit als Generalunternehmer von eins – Energie in Sachsen in Chemnitz den größten Batteriespeicher des Landes mit einer Nennkapazität von 15,9 Megawattstunden (MWh). Wie das Unternehmen mitteilt, entspricht dies der Akkukapazität von zwei Millionen Smartphones. Der Speicher soll ab dem zweiten Quartal 2017 Primärregelleistung für den Strommarkt zur Verfügung stellen. Das Land Sachsen fördert das Projekt mit einer Million Euro, das Gesamtinvestitionsvolumen weist zirka zehn Millionen Euro auf.
Staatssekretär Stefan Brangs (SPD) hatte bereits im Oktober 2016 den Zuwendungsbescheid für das Projekt überreicht. Er sagte: „Für uns steht die Gewährleistung der Versorgungssicherheit mit Energie an oberster Stelle. Sachsen investiert deshalb unter anderem in Stromspeicher, um mögliche Netzschwankungen auszugleichen.“ Dabei hat sich die Energiespeichertechnik in den letzten drei Jahren laut einer Unternehmensmeldung zur Alltagstauglichkeit weiterentwickelt. Die Großspeichersysteme verfügten nicht nur über eine hohe Kapazität, sondern machten auch die Stromnetze ohne zusätzlichen Netzausbau stark. Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung, bekräftigt: „Als kommunaler Erzeuger und Verteiler von Energie ist es unsere Rolle, die Energiewende aktiv zu gestalten. Mit unserem Batteriespeicher tragen wir einen Teil zum Gelingen der Energiewende bei.“ Und Bernhard Beck von Belectric ergänzt: „In der erneuerbaren Energieversorgungslandschaft werden Netzdienstleistungen zunehmend nicht mehr nur durch konventionelle Kraftwerke erbracht. Daher spielen dezentrale Lösungen eine zunehmend wichtigere Rolle, damit je nach Region und Verfügbarkeit eine möglichst umweltfreundliche, verlustarme Versorgung realisiert werden kann.“
Nach Angaben von Belectric gehört das aktuelle Projekt zu den größten Batteriespeichern in Deutschland und ist eines von mehreren Speicherprojekten, die Belectric derzeit im In- und Ausland entwickelt. (me)

www.belectric.com

Stichwörter: Energiespeicher, Belectric, Chemnitz, Stefan Brangs

Bildquelle: BELECTRIC Solar & Battery GmbH

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energiespeicher

EnBW: Großspeicher für Großkraftwerk
[17.4.2018] Das Unternehmen EnBW hat einen Batteriespeicher in die Leittechnik eines Großkraftwerks eingebunden. Über 750 Lithium-Ionen-Batteriemodule von Bosch sollen Primärregelenergie am EnBW-Kraftwerksstandort Heilbronn bereitstellen. Jetzt ging die Anlage ans Netz. mehr...
Inbetriebnahme des Batteriespeichers im EnBW-Kraftwerk Heilbronn.
Brandenburg: Förderung von Speichern
[3.4.2018] Das Land Brandenburg will Solarspeicher fördern und legt ein Förderprogramm für Privathaushalte auf. Zudem soll die Braunkohleregion Lausitz zur Modellregion für Energiespeicher werden. mehr...
swb: Hybridspeicher für Regelenergie
[1.3.2018] Ein kombiniertes elektrisches und thermisches Speichersystem will der Bremer Versorger swb für die Bereitstellung von Regelenergie nutzen. Die Komplettlösung wurde von AEG Power Solutions entwickelt. mehr...
swb-Heizkraftwerk Hastedt: Im Mai 2018 wird beim Bremer Energieversorger ein kombiniertes Batterie- und Power-to-Heat-System installiert.
Nebuma: Abwärme recyceln
[28.2.2018] Überschüssige Wärme muss nicht die Atmosphäre aufheizen. Mit Lösungen des Unternehmens Nebuma kann die Wärmeenergie sowohl stationär als auch mobil gespeichert werden. mehr...
Per Lkw zum Verbraucher: Bei der mobilen Ausführung ist das Speichermaterial in Standardcontainern untergebracht.
EWE: Grünes Licht für Hybridspeicher
[23.2.2018] In Kooperation mit japanischen Batteriespezialisten plant der Oldenburger EWE-Konzern den Bau eines Energiespeichers in Varel. Jetzt hat die Stadtverwaltung das Pilotprojekt genehmigt. mehr...