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Samstag, 23. September 2017

Esquire:
Dienstleistungen mit Großbatterien


[8.9.2017] Dienstleistungen rund um Großbatterien in Quartieren werden jetzt im Rahmen des Forschungsprojektes Esquire entwickelt. Dabei sollen Akzeptanz und Datenschutz eine wichtige Rolle spielen.

Die dezentrale Speicherung von Strom wird im Zuge der Energiewende immer wichtiger. Einen wichtigen Baustein könnten etwa Batteriespeicher bilden, die mehrere Haushalte gemeinsam nutzen. Das dreijährige Forschungsprojekt Esquire – Energiespeicherdienste für smarte Quartiere entwickelt deshalb Dienstleistungen und Geschäftsmodelle für solche Speicher. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Themen Akzeptanz und Datenschutz.
Das Projekt wird unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) umgesetzt. Beteiligt sind außerdem die beiden Praxispartner Evohaus und ENTEGA sowie das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die im Projekt entwickelten Dienstleistungen werden in zwei Quartieren in Groß-Umstadt und Mannheim erprobt.
„Städte spielen eine Schlüsselrolle für das Gelingen der Energiewende“, sagt Projektleiter Bernd Hirschl vom IÖW. „Sie müssen energieeffizienter werden und erneuerbare Energie lokal produzieren und so speichern, dass sie verfügbar ist, wenn die Menschen sie brauchen. Smarte Energiespeicher können dabei behilflich sein.“ Aktuell seien diese aber noch zu teuer und außerdem hohen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen ausgesetzt. Auch seien die Energiemärkte noch nicht für eine Vielzahl an dezentralen Technologien ausgelegt. Zudem müssten Datenschutz und Datensicherheit bei gleichzeitig hoher technischer Überwachung einen reibungslosen Ablauf und eine effiziente Energieverteilung gewährleisten.
Die zu entwickelnden Dienstleistungen sollten tragfähig, übertragbar und skalierbar sein, heißt es in einer aktuellen Meldung des IÖW. Dabei sei des den Projektverantwortlichen wichtig, sowohl die Bewohner der Quartiere als auch Netzbetreiber, Quartiersverantwortliche und Bürgerinitiativen in die Entwicklung der Geschäftsmodelle einzubinden. In der zweiten Projektphase werden dann tatsächlich Batteriespeicher in den Quartieren eingebaut und die Dienstleistungen in der Praxis getestet. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Datensicherheit liegen. Der Grund: Für Abrechnungszwecke müssen persönliche Daten gespeichert werden. Der lokale Energieversorger benötigt die Nutzungsdaten aber auch für eine intelligente Steuerung. (me)

www.esquire-projekt.de
www.ioew.de

Stichwörter: Energiespeicher, ENTEGA, Esquire, IÖW, Evohaus, KIT, Fraunhofer IAO



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