Dienstag, 24. April 2018

BDEW:
10.700 E-Ladepunkte in Deutschland


[19.9.2017] Der BDEW hat jetzt neue Zahlen zur Ladeinfrastruktur für E-Autos veröffentlicht. Insgesamt 10.700 Ladepunkte stehen an 4.730 Ladesäulen in Deutschland bereits zur Verfügung.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat jetzt eine neue Erhebung zur Ladesäuleninfrastruktur veröffentlicht. Demnach stehen in Deutschland aktuell rund 10.700 Ladepunkte an 4.730 Ladesäulen – darunter 530 Schnellladesäulen – zur Verfügung. Wie der BDEW meldet, seien für die Erhebung Energieunternehmen, aber auch Parkhaus- und Parkplatzbetreiber sowie weitere Marktteilnehmer erfasst worden.
„Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll: Die Energiewirtschaft drückt beim Ladesäulen-Ausbau aufs Tempo. Sie geht damit massiv in Vorleistung“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Jetzt sei es an der Automobilindustrie, endlich attraktive Elektroautos auf den Markt zu bringen. Gemeint seien E-Fahrzeuge mit einer hohen Reichweite zu einem bezahlbaren Preis.
Für eine Million E-Autos seien allerdings 70.000 Normalladepunkte und 7.000 Schnellladepunkte erforderlich. Da sich der Betrieb aufgrund der noch geringen Anzahl an E-Fahrzeugen noch nicht lohne, seien auch die von der Politik aufgelegten Förderprogramme enorm wichtig. Die bereitgestellten Fördermittel würden entsprechend stark abgerufen, während die Kaufprämie für E-Fahrzeuge mangels attraktiver Modelle bisher kaum Wirkung zeige.
Der Verband machte gleichzeitig darauf aufmerksam, dass der Ausbau der Elektromobilität erhebliche Investitionen in das Strom-Verteilnetz erfordere. Auch werde die Bedeutung von Elektromobilität auf Basis erneuerbarer Energien wachsen. Kapferer: „Deshalb brauchen wir Lösungen für eine Vernetzung von Fahrzeug, Stromnetz und regenerativen Erzeugungsanlagen. Dazu müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen beispielsweise für die Bereitstellung und Verarbeitung von Daten geklärt sein. Nur so können die Unternehmen neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln.“
Der BDEW weist in einer Meldung außerdem darauf hin, dass die aktuelle Erhebung wegen der Hinzunahme von E-Ladepunkten in Parkhäusern und auf Parkplätzen nicht mit den Zahlen aus dem vergangenen Jahr vergleichbar ist. Bei Verwendung der ursprünglichen Datenbasis sei ein Anstieg um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten. Der Erhebung lägen außerdem folgende Definitionen zugrunde: Ein Normalladepunkt sei ein Ladepunkt, an dem Strom mit einer Ladeleistung von höchstens 22 Kilowatt, ein Schnellladepunkt hingegen ein Ladepunkt, an dem Strom mit einer Ladeleistung von mehr als 22 Kilowatt übertragen werden kann. Ein Ladepunkt sei zudem dann öffentlich zugänglich, wenn er sich im öffentlichen Raum befindet oder auf privatem Grund, der aber von einem größeren Personenkreis tatsächlich befahren werden kann. (me)

www.bdew.de

Stichwörter: Elektromobilität, BDEW



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Elektromobilität

SMIGHT: Powercharger für das Rhein-Main-Gebiet
[23.4.2018] Das EnBW-Innovationsprojekt SMIGHT erhält von Energieversorger ovag Energie den Zuschlag für 59 Elektroladesäulen im Rhein-Main-Gebiet. Mit den Powercharger stellt die EnBW-Innovation aber nicht nur die nötige Technik. mehr...
59 SMIGHT Powercharger werden nun im nördlichen Rhein-Main-Gebiet aufgestellt.
Ladeverbund Franken+: 50 Mitglieder kooperieren
[19.4.2018] Die Stadtwerke Bayreuth sind als 50. Mitglied dem Ladeverbund Franken+ beigetreten. mehr...
Die Stadtwerke Bayreuth sind als 50. Mitglied dem Ladeverbund Franken+ beigetreten.
Stadtwerke Konstanz: Bausteine für die Smart City
[18.4.2018] Mit dem Ausbau der öffentlichen Lade-Infrastruktur in der baden-württembergischen Stadt Konstanz soll nicht nur die E-Mobilität vorangebracht werden. Durch Services wie einen integrierten WLAN-Hotspot werden die Ladestationen auch zu Smart-City-Bausteinen. mehr...
Die Stadtwerke bauen ihre Lade-Infrastruktur kontinuierlich aus. Die jüngste Station befindet sich im LAGO Shopping-Center Konstanz.
Kreis Bergstraße : Schulterschluss für Elektromobilität
[17.4.2018] Die Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB) und der regionale Energieversorger GGEW setzen sich gemeinsam dafür ein, die Elektromobilität im Kreis voranzubringen. mehr...
Der regionale Energieanbieter GGEW und die Wirtschaftsförderung Bergstraße setzen sich für Elektromobilität ein.
Ebersbach an der Fils: Grüner durch die Stadt
[17.4.2018] Im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses setzt die Stadtverwaltung von Ebersbach an der Fils auf die Elektromobilität. Ein Vorgehen, das infolge drohender Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in deutschen Innenstädten Schule machen könnte. mehr...
Grüner unterwegs: Eberhard Keller, Bürgermeister von Ebersbach an der Fils, mit Elektroroller.