PolitikEnergiewende mit Naturschutz
Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesamts für Naturschutz setzt sich Bundesminister Peter Altmaier für eine Versöhnung von Energiewende und Naturschutz ein: „Eine erfolgreiche Energiewende gelingt nur im Einklang mit der Natur. Nur wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien naturverträglich erfolgt, wird er auf Dauer Akzeptanz in der Bevölkerung finden.“ Der Naturschutz müsse schon früh in die Gestaltung der Energiewende integriert werden. So könnten nach einer grundlegenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verstärkt auch Naturschutzkriterien in die Ökostromförderung einfließen. Der Ausbau der Bioenergie habe zum Beispiel in vielen Regionen bereits eine Belastungsgrenze erreicht und der Ausbau der Windkraft im Wald erfordere eine besonders sorgfältige Standortwahl.
Eine gute Idee zur Aussöhnung von Energiewende und Naturschutz sieht Altmaier laut Ministeriumsangaben in einer so genannten Clearing-Stelle, wie sie der Naturschutzbund NABU vorschlägt. „Eine solche unabhängige Stelle könnte die Konflikte zwischen Energiewende und Naturschutz auflösen, indem sie informiert, aufklärt und gegenseitige Vorurteile abbaut“, so Altmaier. „Letztlich wollen wir doch alle das Gleiche: Klimaschutz, saubere Energie und eine intakte Natur. Aber nur wenn wir unsere Anliegen in die richtige Balance bringen, werden wir sie auf Dauer auch umsetzen können.“ Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, begrüßt die Pläne für eine stärkere Einbeziehung des Naturschutzes hinsichtlich der Energiewende: „Der vermehrte Anbau von Energiepflanzen oder ein stärkerer Holzeinschlag darf nicht zu Lasten einer nachhaltigen Landnutzung gehen. Ich bin überzeugt, dass ein naturverträglicher Umbau unserer Energieversorgung möglich ist.“ Ein Ziel müsse laut Jessel sein, zu einem regional abgestimmten Energiemix zu gelangen.
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