Dienstag, 14. April 2026

BrüsselListe über Förderprojekte veröffentlicht

[17.10.2013] Die Europäische Union will Anreize für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz schaffen. Dazu hat sie eine Liste von 250 Infrastrukturprojekten aufgestellt, die künftig gefördert werden könnten.
Die Europäische Kommission hat eine Liste mit 250 Infrastrukturprojekten veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat eine Liste mit 250 Infrastrukturprojekten veröffentlicht, die künftig gefördert werden könnten.

(Bildquelle: EU-Kommission)

Die Europäische Kommission hat am Montag (14. Oktober 2013) eine Liste von rund 250 zentralen Energieinfrastrukturprojekten beschlossen, die als besonders förderungsfähig erachtet werden. Die Liste umfasst rund 140 Projekte im Bereich der Stromübertragung und -speicherung, etwa 100 Projekte im Bereich Gasfernleitung, Gasspeicherung und Flüssigerdgas sowie mehrere Projekte für Erdöl und intelligente Netze. Laut EU-Kommission ergeben sich für diese „Vorhaben von gemeinsamem Interesse“ (PCI) besondere Vorteile wie beschleunigte Genehmigungsverfahren und bessere rechtliche Bedingungen; außerdem können sie gegebenenfalls finanzielle Unterstützung erhalten. Rund 5,8 Milliarden Euro stünden ab 2014 bis für den Zeitraum von sechs Jahren für Infrastrukturprojekte zur Verfügung. Energiekommissar Günther Oettinger: „Die EU-Gelder sollten dort gewährt werden, wo sie für die europäischen Verbraucher die größten Vorteile bringen. Mit dieser Liste von Energieinfrastrukturvorhaben und den sich aus ihnen ergebenden Vorteilen hoffen wir zudem, zusätzliche Investoren zu interessieren.“ Unter den Vorhaben von gemeinsamem Interesse befindet sich unter anderem auch das Leitungsbauprojekt Hamburg/Nord – Dollern des Netzbetreibers Tennet (16838+wir berichteten). Die Verwirklichung der Projekte soll laut EU-Kommission den Mitgliedstaaten helfen, ihre Energiemärkte zu integrieren und sie aus ihrer Isolierung zu befreien. Ferner soll das Stromnetz künftig in die Lage versetzt werden, zunehmende Mengen an Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen aufzunehmen, so dass die CO2-Emissionen gesenkt werden können.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüsste das Vorhaben der EU-Kommission: „Der grenzüberschreitende Netzausbau ist für eine erfolgreiche Energiewende und einen funktionierenden europäischen Energiebinnenmarkt von entscheidender Bedeutung“, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Insofern ist die heutige Vorlage einer Liste, die vorrangige Energieinfrastrukturvorhaben innerhalb der EU benennt, ein wichtiger und nötiger Schritt.“





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