KlimagipfelGemeinsamer Kohlenstoffmarkt

Die globale Bepreisung von CO2-Emissionen gilt als Schlüsselelement, um eine weltweite Dekarbonisierung zu erreichen.
(Bildquelle: Klaus Steves / pixelio.de)
Die G7-Präsidentschaft hat jetzt eine weltweite Kohlenstoff-Plattform eröffnet und diese am Rande der UN-Klimakonferenz in Paris vorgestellt. Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mitteilt, geht es dabei um Marktmechanismen, die Verbindung von Emissionshandelssystemen, Energiesteuern und den Abbau von Subventionen für fossile Brennstoffe. Ein Kohlenstoffmarkt gelte als Schlüsselelement, um die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und damit das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Barbara Hendricks (SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, sagte: „Große Emittenten wie China führen Emissionshandelssysteme ein. Viele weitere Staaten haben hier in Paris ebenfalls die Einführung von Marktmechanismen angekündigt. Kohlenstoff braucht überall auf der Welt einen Preis.“ Nur so könnten die gemeinsamen Klimaschutzziele erreicht werden. Beschlossen wurde die Plattform unter der deutschen G7-Präsidentschaft beim Gipfeltreffen im Juni 2015 auf Schloss Elmau. Ziel der Plattform sei es, durch länderübergreifende Kooperation die Weiterentwicklung und Verbindung von Kohlenstoffmärkten voranzutreiben, die verschiedenen klimapolitischen Maßnahmen und Ansätze zusammenzubringen, neue Kooperationsfelder aufzudecken und die Umsetzung der Klimaschutzziele im Rahmen des UN-Klimaschutzprozesses zu unterstützen. Im kommenden Jahr soll Deutschland gemeinsam mit der japanischen G7-Präsidentschaft die Arbeit der Plattform leiten.
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