Dienstag, 5. Mai 2026

WindkraftanlagenAuch ohne ISDN am Netz bleiben

[13.04.2017] Windräder und Windparks stehen durch die bevorstehende Abschaltung von ISDN und analogen Netzen vor großen Herausforderungen. Die ALL-IP-Box kann laut der Herstellerfirma wpd windmanager die Kommunikation auch nach der Telekom-Umstellung aufrecht halten.
Die ALL-IP-Box der Firma wpd windmanager erlaubt eine Anbindung von Windparks auch nach Abschaltung des Telefonanschlusses.

Die ALL-IP-Box der Firma wpd windmanager erlaubt eine Anbindung von Windparks auch nach Abschaltung des Telefonanschlusses.

(Bildquelle: wpd windmanager)

Die Abschaltung von ISDN und analogen Netzen schwebt bereits seit Jahren wie ein Damoklesschwert über der deutschen Netzinfrastruktur. Immer mehr Betreiber von Windparks erhalten Benachrichtigungen mit genauen Abschaltterminen. Vor allem ältere Parks stellt dies vor große Herausforderungen, da für ihre Fernsteuerung die Einwahl über Modem und analogen Anschluss erforderlich ist. Ohne Analog- oder ISDN-Verbindung haben die Betreiber keinen Zugriff mehr auf die Betriebsdaten und können auch Status und Zustand der Anlagen nicht weiter einsehen.
Aber: es ist Abhilfe in Sicht. Der Betriebsführer von Windparks wpd windmanager bietet jetzt mit der ALL-IP-Box eine einfache und herstellerunabhängige Lösung für die Aufrechterhaltung der Kommunikation an. Christian Peinemann, Technischer Manager und Ansprechpartner für die ALL-IP-Umstellung bei wpd windmanager, erläutert: „Mit unserer ALL-IP-Box halten wir die Kommunikation eines Windparks auch nach der Telekom-Umstellung aufrecht. Die Box ersetzt das vorhandene Modem und übernimmt dessen Funktionen. Dabei sind nur minimale Anpassungen notwendig.“ Die Lösung simuliert dem DOS-basierenden Rechner im Windpark ein virtuelles Modem, was es dem Rechner ermöglicht, weiterhin mit den bekannten ATD-Befehlsstrukturen zu arbeiten. Dabei schlägt die installierte Software die Brücke zwischen der Einwahl über eine IP-fähige Schnittstelle und der Anbindung zum PC. Laut dem Unternehmen sorgen zudem Überwachungs- und Selbstheilungsfunktionen innerhalb der ALL-IP-Box für einen reibungslosen und wartungsarmen Betrieb des Gerätes.
Die Software übernimmt nach Angaben von wpd windmanager außerdem die Rechteverwaltung und Priorisierung von Teilnehmern und Meldungen. Dies sei wichtig, damit der Anschluss im Bedarfsfall nicht von einem weniger relevanten Prozess blockiert wird. „Fährt eine Anlage beispielsweise während der Datenabfrage durch unsere Windpark-Management-Software Rotorsoft einen Fehler, wäre die Leitung bereits belegt und ein zuständiges Serviceunternehmen könnte sich nicht in die betroffene Anlage einwählen“, so Peinemann. Durch eine entsprechende Rechtevergabe könne jedoch die Verbindung für Rotorsoft unterbrochen und dem Serviceunternehmen ein vorrangiger Zugriff eingeräumt werden.
Auch für die notwendige Sicherheit ist gesorgt. So wird die Windpark-Kommunikation mithilfe von geschützten Netzwerkverbindungen abgesichert, die auf einem zentralen, bei wpd windmanager in Bremen platzierten, hochverfügbaren Sicherheitsgateway auflaufen und verwaltet werden. Michael Tenten, Leiter der IT-Abteilung bei wpd windmanager, erklärt die Vorgehensweise: „Möchte sich ein Teilnehmer mit einem Park verbinden, muss er den Weg über unser Sicherheitsgateway gehen. Dort identifizieren wir dann den Teilnehmer und tunneln ihn bei vorhandener Berechtigung zu der ALL-IP-Box im Windpark durch.“
Dabei ist die Software in verschiedenen Ausführungen und für unterschiedliche Anbindungsarten erhältlich. So lässt sich mit der ALL-IP-Box nach Abschaltung des Telefonanschlusses die Anbindung über ADSL, VDSL oder LTE realisieren. Auch ein Parallelbetrieb etwa von DSL und LTE ist möglich, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

ASEW: Plattform für IoT-Angebote

[29.04.2026] Eine Informationsplattform für Anwendungen des Internet of Things soll kommunale Unternehmen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen über bestehende Angebote informieren. Das Projekt mehrerer Stadtwerke wird von der ASEW koordiniert. mehr...

Computergenerierte Ansicht eines umzäunten Umspannwerks mit zahlreichen Strommasten, Schaltanlagen und zwei Betriebsgebäuden in ländlicher Umgebung. Im Hintergrund sind Felder, Waldflächen und mehrere Windräder zu sehen. Oben rechts liegt ein türkisfarbenes Logo über dem Bild.

Siemens: Security-Dienst für Energie und Infrastruktur

[23.04.2026] Siemens Smart Infrastructure hat einen neuen Sicherheitsdienst für Energieversorger, Industrieunternehmen sowie Betreiber Kritischer Infrastrukturen vorgestellt. Die Lösung soll Cyber-Angriffe schneller erkennen und den Betrieb digitalisierter Anlagen absichern. Der erste Kunde in Deutschland sind die Hertener Stadtwerke. mehr...

interview

Interview: Ende-zu-Ende gut, alles gut

[23.04.2026] Anstatt eine Vielzahl an Einzeltools anzubieten, versteht sich die Lösungsplattform GY der Wilken Software Group als eine Art integriertes Betriebssystem. Im Interview mit stadt+werk erläutert Tobias Mann, Chief Customer Officer (CCO) der Wilken Software Group, wie GY Prozesse in der Energiewirtschaft zukunftsfähig organisiert. mehr...

Frankfurt (Oder): Stadtwerke setzen auf Echtzeit-Steuerung

[15.04.2026] Die Stadtwerke Frankfurt (Oder) treiben die digitale Optimierung ihrer Energieanlagen voran. In Zusammenarbeit mit Data Cybernetics soll eine Software den Betrieb flexibler und wirtschaftlicher gestalten. Das Ziel ist eine automatisierte Steuerung in Echtzeit. mehr...

Collage zu Energieversorgung mit Heizungsregler, Wasserhahn, Stecker, Windrädern, Strommasten und Telekom- sowie Thüga-Logo.

Thüga: KI-Rahmenvertrag mit der Telekom

[15.04.2026] Das Stadtwerke-Netzwerk Thüga setzt auf KI-Anwendungen der Deutschen Telekom. Die Systeme sollen kommunale Energie- und Wasserdienstleister bei Standardaufgaben unterstützen. Nach Angaben der Unternehmen erfolgt die Datenverarbeitung ausschließlich im europäischen Rechtsraum. mehr...

Smight: Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring ein

[08.04.2026] Die Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring in ihren Ortsnetzstationen ein und digitalisiert damit ihr Verteilnetz. Der Schritt soll den Netzbetrieb angesichts wachsender Einspeisung und Lasten präziser steuern und gezieltere Investitionen ermöglichen. mehr...

rku․it: Fünf Energieversorger steigen auf Plattform um

[31.03.2026] Das Unternehmen rku․it bringt fünf Energieversorger gleichzeitig auf seine Plattform NextGen in den Produktivbetrieb. Der koordinierte Parallel-Go-live zeigt, wie skalierbar integrierte Cloud-Lösungen in der Energiewirtschaft heute umgesetzt werden können. mehr...

EWE: Eigenes SOC für IT- und OT-Systeme

[25.03.2026] Der Energie- und Telekommunikationskonzern EWE baut seine Cyber-Abwehr mit einem eigenen Security Operations Center für IT- und OT-Systeme aus. Das Angebot richtet sich bundesweit an Unternehmen und KRITIS-Betreiber und reagiert auf steigende Anforderungen durch NIS2, KI-gestützte Angriffe und komplexe Cloud-Umgebungen. mehr...

Advertorial: Forderungsmanagement auslagern

[19.03.2026] Der Fachkräftemangel zwingt Energieversorger zum Umdenken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Forderungsmanagement. Die Lösung: Ein spezialisierter Partner übernimmt die komplette Zahlungsabwicklung – von der ersten Buchung bis zum Inkasso. mehr...

beegy: EEBUS-Zertifikat erhalten

[19.03.2026] Das Heim-Energiemanagementsystem von beegy ist nach dem herstellerübergreifenden EEBUS-Standard zertifiziert. Damit erfüllt die Lösung zentrale Vorgaben für interoperables Energiemanagement und wird für Energieversorger im Prosumer-Markt unmittelbar einsetzbar. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Energieversorger wechseln auf cloudbasierte Plattform

[18.03.2026] Die Stromversorgung Greding und die Stadtwerke Hemau stellen ihre IT-Landschaft gemeinsam auf eine cloudbasierte Plattform um. Das Projekt soll Prozesse vereinheitlichen, Synergien heben und den Weg für weitere Digitalisierungsschritte ebnen. mehr...

Stadtwerke Lübeck: Erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen

[13.03.2026] Die Stadtwerke Lübeck haben ihr erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen, das sensible Daten künftig direkt vor Ort verarbeitet und speichert. Das Projekt soll die digitale Souveränität der Region stärken – und stößt schon zum Start auf große Nachfrage. mehr...

Nexiga: Plattform analysiert Strommarkt-Dynamiken

[05.03.2026] Das Unternehmen Nexiga bringt mit dem Hellbrise Monitor eine neue Datenplattform zur Analyse von Strommarkt-Dynamiken an den Start. Das Tool soll Einspeisespitzen, negative Preise und strukturelle Risiken der Energiewende transparent machen und richtet sich an Versorger, Netzbetreiber, Forschung und Politik. mehr...

VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...

Mitarbeiterin im Kundenzentrum der evm mit Headset vor zwei Monitoren im Büro, im Hintergrund eine gelbe Wand mit evm-Logo.

evm: KI-Chatbot entlastet Kundenservice

[03.03.2026] Das kommunale Unternehmen Energieversorgung Mittelrhein (evm) zieht eine Zwischenbilanz zum Einsatz seines KI-Chatbots Eva. Demnach wurden allein im Jahr 2025 mehr als 40.000 Gespräche geführt. mehr...