EU-KommissionGrünes Licht für Mieterstrom

Mieterstromprojekt von Mainova in Frankfurt am Main.
(Bildquelle: BSW-Solar)
Die Europäische Kommission hat gestern (20. November 2017) die Förderung von Mieterstrom beihilferechtlich genehmigt. Die Förderung durch das Ende Juli 2017 in Kraft getretene Mieterstromgesetz stand unter dem Genehmigungsvorbehalt der EU-Kommission. Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) kann die Förderung jetzt starten. Voraussetzung für diesen sogenannten Mieterstromzuschlag ist, dass der Strom in einer Solaranlage auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt und an Letztverbraucher – insbesondere Mieter – in diesem Wohngebäude oder im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit diesem Gebäude geliefert wird. Von den Mietern nicht verbrauchter Strom kann ins öffentliche Netz eingespeist oder zwischengespeichert werden.
Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) erklärte: „Das Mieterstromgesetz fördert den Ausbau der Solarenergie auf Wohngebäuden. Damit können die Mieter jetzt direkt von der Energiewende profitieren. Die Energiewende kommt so verstärkt in die Städte. Es ist daher gut, dass Brüssel für unser Gesetz nun grünes Licht gegeben hat.“ Auch der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) begrüßte die Brüsseler Entscheidung. Der Verband rechnet nun mit einem deutlich wachsenden Mieterinteresse an lokal erzeugten Solarstromangeboten. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig sagte: „Jetzt geht es endlich los mit dem Mieterstrom in Deutschlands Metropolen. Stark gesunkene Photovoltaik-Preise und das neue Mieterstromgesetz der Bundesregierung machen dies möglich. Wir beobachten am Markt eine stark wachsende Zahl an Akteuren, die aus den Startlöchern kommen und Mieterstromprojekte umsetzen wollen. Neben Wohnungsbaugesellschaften legen wir insbesondere auch Stadtwerken das neue Geschäftsmodell zur Kundenbindung sehr ans Herz.“
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