Stadtwerke-StudieTreiber der Transformation

Laut aktueller Stadtwerke-Studie von EY und BDEW beschäftigen sich die kommunalen Versorger immer stärker mit digitalen Technologien.
(Bildquelle: BDEW/EY)
Die Stadtwerke in Deutschland befinden sich mitten in der digitalen Transformation. Entsprechend nimmt die Digitalisierung inzwischen für sie eine so große Bedeutung wie noch nie ein. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Stadtwerke-Studie, die das Beratungsunternehmen EY (Ernst & Young) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) jetzt vorgelegt haben. Demnach wollen sich 77 Prozent der Stadtwerke in den kommenden zwei bis drei Jahren stark oder sehr stark mit der Digitalisierung auseinandersetzen – vor einem Jahr waren es noch 71 Prozent. Laut der Studie hat sich auch die Einstellung der Stadtwerke gewandelt: 51 Prozent, also über die Hälfte, sehen die Digitalisierung inzwischen als Chance. Vor einem Jahr waren es noch 47 Prozent. Der Anteil der Stadtwerke, welche die Digitalisierung als Bedrohung wahrnehmen, ist von 27 auf 22 Prozent gesunken.
Metin Fidan, Leiter des Energiesektors bei EY, erklärt: „Die Digitalisierung ist der Treiber der Transformation der Energiewirtschaft in den kommenden Jahren. Unsere Studie bestätigt unsere Beobachtungen, dass auch die Stadtwerke die Herausforderung angenommen haben und digitale Technologien zur obersten Priorität machen. Mit ihrer Hilfe wollen sie einerseits neue Ertragsquellen mittels neuer Geschäftsmodelle sondieren und andererseits die Effizienz und Geschwindigkeit ihrer Prozesse steigern und die Interaktionen mit dem Verbraucher verbessern.“ Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, kommentiert: „Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass die Energieversorger die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen. Das ist wichtig, denn der Digitalisierungsdruck durch Kunden und Marktteilnehmer wird weiter zunehmen.“
Weiteres Ergebnis der Stadtwerke-Studie: Die Einschätzung der Geschäftslage der kommunalen Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert: 59 Prozent erwarten gute oder sehr gute Geschäfte, 2017 waren es 56 Prozent. Nur sieben Prozent stellen sich auf schlechte Geschäfte ein.
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