Dienstag, 28. April 2026

N-ERGIERegionale Energiewende

[13.05.2019] Fast 60 Prozent des Stroms, der im Großraum Nürnberg verbraucht wird, stammt aus dezentralen Erzeugungsanlagen in der Region. Der Versorger N-ERGIE plädiert deshalb für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und die Stärkung der Kraft-Wärme-Kopplung.
KWK-Anlage von N-ERGIE in Nürnberg-Sandreuth mit Wärmespeicher.

KWK-Anlage von N-ERGIE in Nürnberg-Sandreuth mit Wärmespeicher.

(Bildquelle: N‑ERGIE Aktiengesellschaft)

Die dezentrale Energiewende kann gelingen, davon ist der Nürnberger Energieversorger N-ERGIE überzeugt. Wie das kommunale Unternehmen meldet, wurden im Jahr 2018 über acht Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom im N-ERGIE-Netzgebiet verbraucht. Knapp fünf Milliarden kWh und damit fast 60 Prozent seien in der Region erzeugt worden. Nach Angaben von N-ERGIE stammen vier Milliarden kWh aus dezentralen Photovoltaik-, Windkraft- und Biomasseanlagen. Der verbleibende Rest sei in KWK-Anlagen wie beispielsweise im Heizkraftwerk in Nürnberg-Sandreuth erzeugt worden.
N-ERGIE-Vorstandschef Josef Hasler erklärt: „Selbst unter Berücksichtigung des enormen Strombedarfs der Großstadt Nürnberg mit ihren über 500.000 Einwohnern sowie aller Industriebetriebe im N-ERGIE-Netzgebiet kann derzeit schon 60 Prozent dieses Bedarfs aus regional erzeugtem Ökostrom und hocheffizienter KWK-Technologie gedeckt werden.“
Hasler plädiert für den konsequenten weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Bayern. „Damit schaffen wir nicht nur Wertschöpfung in der Region und sichern wertvolle und qualifizierte Arbeitsplätze, auch der massive Ausbau der Übertragungsnetze kann völlig neu diskutiert werden“, betont er. Gestärkt werden müsse darüber hinaus die Kraft-Wärme-Kopplung als effizienteste Form der konventionellen Energieerzeugung. Ohne deren weiteren Ausbau gelingt die Wärmewende nach den Worten von Hasler nicht, und Deutschland verfehlt seine Klimaziele deutlich.



Stichwörter: Politik, N-ERGIE, Nürnberg


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