Projekt DA/REErste Redispatch-Abrufe erfolgt
Das Projekt DA/RE – die Netzsicherheits-Initiative für Baden-Württemberg (313123+wir berichteten) ist in die zweite Phase des Pilotbetriebs gestartet. In Phase 1 von April bis Juni 2019 haben die vier Einsatzverantwortlichen – die Unternehmen MVV Trading, Next Kraftwerke, sonnen und Entelios – sowie die drei Verteilnetzbetreiber (Netze BW, MVV Netze, Stadtwerke Schwäbisch Hall) und der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW die Art und Weise des Datenaustauschs sowie den Koordinationsprozess definiert und ausgearbeitet. Nach erfolgter Abstimmung des Konzepts wurden nun erste Abrufe von Pilotanlagen aus dem Verteilnetz für Redispatch-Zwecke gestartet. Abgerufen wurden nach Angaben von TransnetBW Batterieheimspeicher, mehrere Biogasanlagen sowie ein Abfall- und ein Heizkraftwerk.
„Die Abrufe von Anlagen aus dem Verteilnetz stellen für uns einen wesentlichen Meilenstein dar. Sie zeigen, dass das Konzept praktikabel ist und wir nun erste Erfahrungen hinsichtlich der Praxistauglichkeit gewinnen können“, erklärt Projektleiter Florian Gutekunst von TransnetBW. „Besonders freut uns, dass wir diese Tests mit Anlagen sowohl in der Mittelspannung als auch in der Niederspannung durchführen konnten“, ergänzt Kilian Geschermann, Projektleiter vonseiten der Netze BW. „So wurde deutlich, dass es zunehmend darum geht, alle Flexibilitäten auf allen Spannungsebenen nutzbar zu machen.“
In der zweiten Phase des Pilotbetriebs würden nun weitere Abrufe bei den Anlagen durchgeführt und verschiedene Anwendungsfälle getestet, teilte TransnetBW mit. Konkret gehe es darum, wie die Netzbetreiber den Abruf von Redispatch-Maßnahmen koordiniert auslösen können und ob die Informationskette so gestaltet ist, dass alle Beteiligten auf allen Spannungsebenen vollständige Transparenz über den Abruf und die gelieferte Leistung haben. In der dritten Phase sollen die Abrufe dann automatisiert erfolgen und die entsprechenden Datenwege dafür implementiert werden.
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