Schleswig-HolsteinWeiterhin Windkraft-Spitzenreiter
Die aktuellen Zahlen zum Windkraftausbau für Schleswig-Holstein bestätigen den positiven Trend seit der Fertigstellung der Regionalpläne für Windenergie. Das teilt das Landesumweltministerium mit. In den ersten drei Quartalen 2021 hat das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) insgesamt 150 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von 733 Megawatt genehmigt und es wurden 48 Anlagen mit über 192 Megawatt Leistung in Betrieb genommen. Auch bei den drei Ausschreibungsrunden für Windenergie an Land gemäß des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) liegt Schleswig-Holstein im Jahr 2021 mit insgesamt 100 Zuschlägen für 1.069 Megawatt vor allen anderen Bundesländern. „Mit der Regionalplanung für Windenergie haben wir transparent und zukunftsorientiert festgelegt, wie wir das Ziel, zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergie zu nutzen, umsetzen wollen. Das beschleunigt jetzt die Genehmigungen und gibt der Branche Planungssicherheit“, erklärt Landesumweltminister Jan Philipp Albrecht.
Im Dezember 2019 hat die Landesregierung die neue Regionalplanung beschlossen, seitdem steigen die Genehmigungszahlen und Inbetriebnahmen wieder stark an. So wurden im Jahr 2019 bereits 59 Anlagen mit 231 Megawatt und im Jahr 2020 165 Anlagen mit 707 Megawatt genehmigt. Auch die Inbetriebnahmen steigen von 2019 (14 Anlagen mit 45 MW) über 2020 (37 Anlagen mit 127 MW) auf 48 Anlagen mit 192 MW Leistung in den ersten drei Quartalen 2021. Seit dem Jahr 2019 betrug die durchschnittliche Realisierungsdauer, der Zeitraum von der Genehmigungserteilung bis zur Inbetriebnahme, bundesweit 24 Monate und hat sich damit gegenüber den Jahren 2014 bis 2018 verdoppelt. Eine Verlängerung der Realisierungsdauer zeigt sich auch in Schleswig-Holstein. Die 150 Windkraftanlagen, die bisher 2021 neu genehmigt wurden, werden eine Leistung von 733 Megawatt einbringen und entsprechen Investitionskosten von 714.850.756 Euro. Generell hat in Schleswig-Holstein die Strommenge aus erneuerbaren Energien, die in die Stromnetze eingespeist wurde, 2020 ein Allzeithoch erreicht. Nach 23,6 Terrawattstunden im Jahr 2019 wurden 2020 24,4 Terrawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien in die Netze eingespeist. Gleichzeit gingen die Abregelungen auf 2.595 Gigawattstunden an Land und 471 Gigawattstunden Offshore im Jahr 2020 zurück.
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