Freitag, 22. Mai 2026

LausitzFörderung für Forschungszentrum

[17.10.2022] Das neue Energie-Innovationszentrum (EIZ) der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) hat jetzt einen Zuwendungsbescheid erhalten. Mit dem Geld sollen innovative Technologien für eine klimaneutrale Energieversorgung in der Lausitz erforscht werden.
Freude nach der Überreichung des Zuwendungsbescheids an das Energie-Innovationszentrum.

Freude nach der Überreichung des Zuwendungsbescheids an das Energie-Innovationszentrum.

v.l.: Prof. Mario Ragwitz, Institutsleiter des Fraunhofer IEG; Prof. Johannes Schiffer, Projektleitung EIZ; BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande; Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle; Prof. Felix Müsgens, Projektleitung EIZ

(Bildquelle: BTU: Ralf Schuster)

Die Brandenburger Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) und Sandra Langhof-Siewert von der Staatskanzlei des Landes Brandenburg haben jetzt einen Zuwendungsbescheid an das neue Energie-Innovationszentrum (EIZ) der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) überreicht. Wie die BTU mitteilt, soll das dadurch geförderte Forschungscluster innovative Technologien für eine klimaneutrale Energieversorgung insbesondere für die Lausitz als traditionelles Zentrum der Braunkohleförderung und -verstromung erforschen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte EIZ wolle weltweite Impulse setzen: Die Partner sähen den Schlüssel für den globalen Umbau des Energiesektors in der gezielten Vernetzung der verschiedenen Energiesysteme und -sektoren sowie der unterschiedlichen Systemakteure.

Strukturwandel aktiv gestalten

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) erklärt hierzu: „Mit dem neuen EIZ gestalten wir aktiv den Strukturwandel des Lausitzer Reviers zu einer zukunftsfähigen Energieregion. 14 Fachgebiete und Lehrstühle der BTU arbeiten zusammen mit über 40 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft an Technologien und Lösungen für eine klimaneutrale Energieversorgung, die längst nicht nur in der Lausitz Anwendung finden sollen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das EIZ über zehn Jahre mit insgesamt 84 Millionen Euro. Mit diesen Geldern werden über 70 neue Stellen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geschaffen. Dabei sind nicht nur Innovationen unser Ziel, sondern auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze und nachhaltige Wertschöpfung in der Region.“
Anlässlich der Übergabe des Zuwendungsbescheids sagte Brandenburgs Forschungsministerin Manja Schüle: „Ich freue mich, dass es für den Aufbau des Energie-Innovationszentrums Cottbus in den kommenden zehn Jahren bis zu 102 Millionen Euro von Land und Bund gibt und ich heute den Förderbescheid der Investitions und Landesbank Brandenburg (ILB) in Höhe von 18,5 Millionen Euro übergeben kann. Das EIZ ist nicht nur ein Herzstück des Lausitz Science Park – mit dem EIZ wird aus dem Lausitzer Kohlerevier eine Energieregion der Zukunft.“

Bündelung von Kompetenzen

Der BTU zufolge vereint das EIZ Kompetenzen und gesellt sich zu ihren weiteren Energieforschungsprojekten wie „DecarbLau – Dekarbonisierung einer Braunkohleregion“ (wir berichteten) oder „TransHyDE – Systemanalyse zu Transportlösungen für grünen Wasserstoff“. Einen engen Austausch werde es auch mit dem Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) und dem PtX Lab Lausitz – Praxislabor für Kraft und Grundstoffe aus grünem Wasserstoff geben. Sie alle würden Teil des Lausitz Science Park sein, dem sich im Aufbau befindlichen Technologie- und Innovationspark nahe des BTU-Zentralcampus. Hier würden sich zudem Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft, aber auch das Zentrum für Hybridelektrische Systeme Cottbus (chesco) niederlassen. Gemeinsam mit Stadt und Land wolle die BTU im Lausitz Science Park exzellente Grundlagenforschung und angewandte Forschung mit innovativen Ausgründungen sowie zahlreichen Unternehmensansiedlungen zusammenbringen.
Über einen Zeitraum von zehn Jahren solle die Weiterentwicklung des EIZ zu einem leistungsfähigen und innovativen Netzwerk mit bis zu insgesamt 102 Millionen Euro finanziert werden. Die Finanzierung erfolge über die Förderrichtlinie der Staatskanzlei des Landes Brandenburg zur Strukturentwicklung Lausitz. Die Mittel kommen aus dem Strukturstärkungsgesetz des Bundes.



Stichwörter: Politik, BTU, EIZ, ILB, Lausitz


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

GModG: BSW-Solar begrüßt Stärkung der Solarthermie

[19.05.2026] Das Bundeskabinett will Solarthermie im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz stärken und den Einsatz von Solarkollektoren beim Heizungstausch erleichtern. Der Bundesverband Solarwirtschaft erwartet dadurch neue Impulse für den Wärmemarkt, kritisiert aber zugleich die geplante Deckelung des CO₂-Preises. mehr...

VKU/BDEW: Stellungnahme zu neuen Gesetzentwürfen

[18.05.2026] Die Bundesregierung vergangenen Mittwoch die Entwürfe für das Gebäudemodernisierungsgesetz und das neue Kraftwerksgesetz beschlossen. Der VKU und BDEW begrüßen die Signale für Wärme- und Versorgungssicherheit, sehen aber große Risiken bei Infrastrukturplanung, Wettbewerb und Investitionsbedingungen. mehr...

Mehrstöckiges Wohnhaus mit Holzfassade und großer Photovoltaikanlage auf dem Dach in einem grünen Wohngebiet. Das Gebäude verfügt über Balkone, große Fenster und eine Terrasse mit Sitzmöbeln. Im Hintergrund sind weitere Häuser, Bäume und eine hügelige Landschaft zu sehen.

Baden-Württemberg: Energiebranche begrüßt Koalitionsvertrag

[07.05.2026] Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg sieht im neuen Koalitionsvertrag von Grünen und CDU eine Grundlage für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Der Verband fordert zugleich ein konsequentes Vorgehen der künftigen Landesregierung. mehr...

Netzausbau: Neue Stromleitungen geplant

[04.05.2026] Die Bundesregierung will den Ausbau der Stromnetze beschleunigen und neue Leitungen planen. Ein Gesetzentwurf sieht 45 zusätzliche Projekte vor. Ziel sind mehr Planungssicherheit und geringere Kosten im Energiesystem. mehr...

Arbeiter in Schutzkleidung und Helmen steigen an einem hohen Strommast aus Metall hinauf, während sie an Hochspannungsleitungen arbeiten; der Himmel ist blau mit wenigen Wolken.

Energiewende: Kommunen profitieren

[30.04.2026] Viele Städte und Gemeinden erzielen laut einer Umfrage zusätzliche Einnahmen durch erneuerbare Energien. Gleichzeitig bremsen nach Angaben der Kommunen vor allem fehlende Netze und knappe Haushaltsmittel den weiteren Ausbau. mehr...

DStGB: Forderung nach autonomen Bussen

[30.04.2026] Deutschlands Kommunen verlangen deutlich mehr Geld für den Nahverkehr und drängen zugleich auf autonome Busse im ländlichen Raum. Hintergrund sind Rekorddefizite in den Haushalten, drohende Angebotskürzungen im ÖPNV und die Frage, wie Mobilität außerhalb der Ballungszentren künftig gesichert werden kann. mehr...

Politik: Verbände positionieren sich zu aktuellen Gesetzentwürfen

[24.04.2026] Die Gesetzentwürfe zu StromVKG, EEG und Netzpaket stoßen in der Branche auf breite Zustimmung und scharfe Kritik zugleich. Verbände warnen vor Investitionsrisiken und Ausbauhemmnissen, während die Bundesregierung unter Zeitdruck zentrale Weichen stellt. mehr...

Stadtwerke München: Nachbesserungen bei Energiegesetzen

[24.04.2026] Die Stadtwerke München unterstützen die geplanten Reformen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz und beim Netzanschlussverfahren grundsätzlich, warnen jedoch vor schwächeren Investitionsanreizen und einem langsameren Ausbau erneuerbarer Energien, vor allem in Städten. mehr...

Baden-Württemberg: 15-Punkte-Plan für künftige Landesregierung

[21.04.2026] Erneuerbaren-Verbände legen einen 15-Punkte-Plan für den Umbau der Energieversorgung in Baden-Württemberg vor. Der Katalog zielt auf schnelleren Ausbau, mehr Versorgungssicherheit und neue Impulse für Industrie und Verkehr – und setzt die künftige Landesregierung unter Handlungsdruck. mehr...

Gas- und Dampfkraftwerk der Stadtwerke Düsseldorf mit moderner Industriearchitektur, großem verglasten Turm und Schornstein auf dem Betriebsgelände bei Tageslicht.

BDEW: Mix bei Kraftwerksstrategie

[17.04.2026] Der BDEW spricht sich für mehrere Technologien zur Absicherung der Stromversorgung aus. Neben Gaskraftwerken nennt der Verband Batteriespeicher und flexible Stromnachfrage. Hintergrund ist die Debatte über das Ausschreibungsdesign der geplanten Kraftwerksstrategie. mehr...

BEE: Fossile Abhängigkeiten verringern

[14.04.2026] Der Bundesverband Erneuerbare Energie begrüßt die geplanten Entlastungen der Bundesregierung angesichts steigender Energiepreise. Zugleich fordert der Verband schnellere Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien. mehr...

BDEW: Mehr Tempo bei Elektrifizierung

[13.04.2026] Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft begrüßt die Ergebnisse des Koalitionsausschusses zum Ausbau erneuerbarer Energien. Zugleich kritisiert der Verband die ausbleibende Senkung der Stromsteuer. mehr...

Umfrage: Mehrheit empfindet Energie-Abhängigkeit als Bedrohung

[10.04.2026] Eine große Mehrheit der Deutschen sieht die Abhängigkeit von Energieimporten als Bedrohung. Eine aktuelle Umfrage zeigt zugleich klaren Rückhalt für mehr erneuerbare Energien und Speicher – und stellt politische Pläne infrage. mehr...

Saarland: Gasspeicher-Strategie gefordert

[02.04.2026] Das Saarland fordert eine nationale Strategie für Gasspeicher, um sinkenden Füllständen und Marktunsicherheiten zu begegnen. Angesichts geopolitischer Spannungen und steigender Preisrisiken wächst der Druck auf den Bund, rechtzeitig vor der nächsten Heizperiode zu handeln. mehr...

Bundesverband Erneuerbare Energie: Branche legt Maßnahmenpaket vor

[31.03.2026] Die Erneuerbaren-Branche legt ein eigenes Maßnahmenpaket für ein kostengünstiges und resilientes Energiesystem vor. Es reagiert auf umstrittene Gesetzesvorschläge aus dem Bundeswirtschaftsministerium und zielt auf mehr Investitionssicherheit und geringere Systemkosten. mehr...