Mecklenburg-VorpommernBau von drei Solarparks
Der Projektentwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks Energiekontor hat jetzt für den Bau von drei Solarprojekten in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Gesamterzeugungsleistung von 130 Megawatt peak (MWp) grünes Licht erhalten. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, ist damit das Unternehmen der erste Projektentwickler, der den 2021 vom Landtag verabschiedeten Genehmigungsprozess durchlaufen hat.
Die drei Solarparks würden in Dettmannsdorf im Landkreis Vorpommern-Rügen entstehen. Auch die Nachbarkommune, die Stadt Marlow, sei von Beginn an, das heißt seit 2019, in die Planung einbezogen worden so wie die ortsansässige Agrargesellschaft, die die Flächen zur Verfügung stellt. Es sei ein Win-win-Vorhaben für alle Beteiligten. Die Solarparks würden ohne EEG-Vergütung betrieben und sicherten der Kommune, den Verpächtern sowie dem Landwirtschaftsbetrieb langfristige Einnahmen. Energiekontor habe bereits privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements; PPA) für die Solarparks über 15 Jahre Laufzeit abgeschlossen.
Beteiligung der Gemeinde am Ertrag
Mit den drei Solarparks ließen sich ab Inbetriebnahme pro Jahr circa 80.000 Tonnen CO2 einsparen und rechnerisch rund 40.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Der Baubeginn sei für das Jahr 2023 angesetzt, die Inbetriebnahme sei für Ende 2024 geplant. Die Solarparks würden über die im EEG geregelte kommunale Beteiligung die Gemeinde Dettmannsdorf insgesamt mit einem jährlichen sechsstelligen Betrag am Ertrag beteiligen. Diese Mittel stünden dem Haushalt der Kommunen direkt zur Verfügung. Darüber hinaus würden die Eigentümer der Flächen einen Teil ihrer Einnahmen jährlich an gemeinnützige Organisationen abgeben, um so die Kommunen und Region an dem Solarpark partizipieren zu lassen. Über die Gewerbesteuer würden weitere Einnahmen an die Kommunen fließen. Neben den monetären Vorteilen sollten zudem an jedem der Solarparks jeweils ein Aussichtsturm für interessierte Besucherinnen und Besucher entstehen sowie eine Elektrotankstelle in der Gemeinde Dettmannsdorf errichtet werden. Betreiber bleibe Energiekontor AG.
Kriterien des Zielabweichungsverfahrens erfüllt
Das so genannte Zielabweichungsverfahren habe der Landtag in Mecklenburg-Vorpommern im Juni 2021 auf den Weg gebracht. Bis zu 5.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche könnten so – abweichend vom Landesraumentwicklungsprogramm – für Photovoltaik in Mecklenburg-Vorpommern nutzbar gemacht werden, sofern die Anlagen einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen. Unter anderem müssten Vorgaben hinsichtlich der Flächen, der Beteiligung der Kommunen und der regionalen Wertschöpfung erfüllt sein.
Als Pionier der Energiebranche sei es Energiekontor gelungen, als erstes Unternehmen diese Vorgaben zu erfüllen und einen positiven Bescheid unter dem neuen Zielabweichungsverfahren zu erhalten. Die drei Solarparks, die jeweils an den Ortsrändern der Kommune liegen werden, erreichten eine Gesamtfläche von circa 150 Hektar.
„Wir wollen in Mecklenburg-Vorpommern bis 2035 rechnerisch den gesamten Energiebedarf des Landes für Strom, Wärme und Mobilität aus erneuerbaren Quellen decken. Dabei spielen Solarparks eine wichtige Rolle. Mit dem Zielabweichungsverfahren gibt es ein Instrument, bei dem im konkreten Einzelfall, bezogen auf das konkrete Vorhaben, am konkreten Standort eine Abweichung zugelassen werden kann. Das gibt den Kommunen und den Investoren eine gute Möglichkeit, weitere Projekte voranzutreiben“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer (SPD).
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