Sonntag, 3. Mai 2026

KonstanzZwischenbericht zum Klimaschutz

[03.08.2023] In Konstanz liegt nun der achte Klimaschutzbericht vor, der sich zum vierten Mal auf die 61 Maßnahmen der im November 2021 vom Gemeinderat beschlossenen Klimaschutzstrategie bezieht.

In Konstanz hat die Verwaltung in der Ratssitzung am 18. Juli 2023 den mittlerweile achten Klimaschutzbericht zur Kenntnisnahme vorgelegt. Wie die Stadt Konstanz mitteilt, bezieht sich der Bericht zum vierten Mal auf 61 Maßnahmen der im November 2021 vom Gemeinderat beschlossenen Klimaschutzstrategie. Es handele sich um einen Zwischenbericht, der aus der aktualisierten Maßnahmentabelle besteht. Der Jahresbericht in ausführlicher Textform und mit aktualisierter CO2-Bilanz folgt im Januar 2024.
Neu sei die Online-Plattform „Kausal“ für die Maßnahmenübersicht. Dort könne man sich durch die Maßnahmen klicken. Um den Status im Vergleich zum vorherigen Bericht zu sehen, müsse man innerhalb der jeweiligen Maßnahme auf „Klimaschutzbericht öffnen“ klicken, der Status werde dann aufgeklappt. Mit der Plattform soll schrittweise die Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik erhöht und neben der Treibhausgasbilanzierung weitere Faktoren zur Erfolgsmessung einbezogen werden.
Eine Auswertung des Marktstammdatenregisters zeige, dass im Stadtgebiet bis Mitte Juli 2023 bereits PV-Anlagen mit einer Leistung von 3,1 Megawatt peak (MWp) zugebaut wurden, während es im Gesamtjahr 2022 noch 1,7 MWp waren.
Ein Vergleich der Treibhausgasbilanz für das Konstanzer Stadtgebiet zeige, dass die Emissionen von 2018 bis 2021 um 16 Prozent zurückgegangen sind, während Auswertungen des Umweltbundesamts deutschlandweit von einem Rückgang um zehn Prozent ausgehen. Die beiden Bilanzen seien zwar nicht direkt miteinander vergleichbar, doch ließen sich zumindest folgende Schlüsse ziehen: Konstanz stehe besser da als der Durchschnitt. Die Lücke zum eigenen Ziel, bis 2035 weitgehend klimaneutral zu werden, werde dennoch größer und es bedürfe weiterer erheblicher Anstrengungen von Stadt und Stadtgesellschaft, um gegenzusteuern. Eine bessere Einschätzung der Entwicklung der Treibhausgasemissionen werde zudem erst möglich sein, wenn mit 2022 auch das erste Post-Corona-Jahr erfasst sei, für das insbesondere im Verkehrssektor wieder Zuwächse erwartet werden.
Um die erneuerbare Stromerzeugung weiter voranzutreiben, werde die Stadt bis Ende des Jahres eine Freiflächen-Solarpotenzialanalyse vorlegen.
Die Aktualisierung der kommunalen Wärmeplanung werde ebenfalls noch in diesem Jahr vorgelegt und biete die strategische Grundlage für eine systematischere Umstellung auf erneuerbare Wärmeerzeugung.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor

[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen

[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...

dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet

[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...

Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung

[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...

Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt

[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...

Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040

[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...

Sachsen-Anhalt: Haldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz

[09.04.2026] Haldensleben erhält den neuen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ für systematischen kommunalen Klimaschutz. Die Auszeichnung würdigt konkrete Strukturen und Projekte – und kompensiert das Aus des bisherigen eea-Zertifizierungsverfahrens. mehr...

Augsburg: Online-Plattform zeigt Klimaschutzmaßnahmen

[08.04.2026] Die Stadt Augsburg hat jetzt eine Online-Plattform zur transparenten Darstellung ihrer Klimaschutzmaßnahmen gestartet. mehr...

bericht

Tübingen: Klimaschutz, der funktioniert

[07.04.2026] Mit der Fortschreibung ihres Klimaschutzprogramms hat die Stadt Tübingen für die Sektoren Strom, Wärme und öffentlichen Verkehr einen klaren Transformationspfad definiert. Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, rückt damit in greifbare Reichweite. mehr...

BDEW/ZSW: 53 Prozent des Stromverbrauchs stammen aus Erneuerbaren

[07.04.2026] Erneuerbare Energien deckten im ersten Quartal 2026 erstmals 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Vor allem ein kräftiger Zuwachs bei der Windkraft treibt den Anteil nach oben und unterstreicht die wachsende Bedeutung für Versorgungssicherheit und Klimaziele. mehr...

Wolfsburg: Maßnahmenkatalog für Treibhausgasneutralität vorgelegt

[01.04.2026] Wolfsburg legt mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ einen konkreten Fahrplan zur Treibhausgasneutralität bis 2040 vor. Der Maßnahmenkatalog soll zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Energieversorgung neu ausrichten und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...

Difu: Studie zu Förderprogrammen

[30.03.2026] Eine Studie des Difu empfiehlt pauschale Klimabudgets und weniger Bürokratie für Kommunen. Damit sollen stockende Projekte beschleunigt werden, die bisher an komplexen Förderverfahren scheitern. mehr...

Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW

[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...

Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte

[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...

Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen

[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...