StuttgartKlimaschutzbericht veröffentlicht

Stuttgarts CO2-Emissionen sind 2021 leicht gestiegen.
(Bildquelle: claudiodivizia/123rf.com)
Der Stuttgarter Ausschuss für Klima und Umwelt hat in der vergangenen Woche den Energie- und Klimaschutzbericht 2021 vorgestellt. Wie die Stadt Stuttgart mitteilt, gibt der Bericht Auskunft darüber, wie weit die Landeshauptstadt auf dem Weg zur Klimaneutralität ist. Um dieses Ziel zu erreichen, habe die Stadt einen so genannten CO2-Reduktionspfad entwickelt. Dieser zeige auf, wie viel CO2-Emissionen auf dem Weg zur Klimaneutralität in Stuttgart noch ausgestoßen werden dürfen. Die Entwicklung wird von der Abteilung Energie des Amts für Umweltschutz für das Stadtgebiet und insbesondere für die städtischen Liegenschaften anhand von Energie- und Treibhausgasbilanzen überwacht.
Im Jahr 2021 hätten die Treibhausgasemissionen im gesamten Stadtgebiet bei 3,6 Millionen Tonnen gelegen. Damit hätte die Landeshauptstadt ihre Emissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 um 44 Prozent reduziert. Gegenüber dem Vorjahr (48 Prozent) sei die Reduktion um vier Prozentpunkte geringer ausgefallen. Grund dafür seien neben den geringeren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie vor allem die kühleren Außentemperaturen im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020, wodurch der Erdgasverbrauch in Stuttgart um zwölf Prozent gestiegen sei. Zudem sei der Anteil erneuerbarer Energien am Bundesstrommix gesunken, sodass auch die Emissionen aus dem Stromverbrauch gestiegen seien.
Unterstützung der Bürgerschaft
Der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold (Bündnis 90/Die Grünen), betont anlässlich der Veröffentlichung des Berichts: „Um den erfreulichen Trend von 2020 wieder zu erreichen, ist es notwendig, dass wir alle weiterhin in Energieeffizienz, Energieeinsparung und den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Die Stadt will die Bürgerschaft weiterhin mit Förderprogrammen, Informationen und Beratungen dabei unterstützen. Das ambitionierte Klimaschutzziel für Stuttgart erreichen wir nur, wenn wir gemeinsam und umgehend Klimaschutzmaßnahmen umsetzen. Die gestiegenen CO2-Emissionen für das Jahr 2021 müssen wir als Warnung sehen, dass wir weiterhin konsequent auf unsere Ziele hinarbeiten müssen und nicht nachlassen dürfen.“
Die ermittelten Emissionen wurden nach Angaben der Landeshauptstadt mit dem für Stuttgart entwickelten Treibhausgasreduktionspfad abgeglichen. Dieser zeige auf, wie viele Treibhausgasemissionen sich die Gesamtstadt jährlich leisten könne, um bis 2035 auf dem Weg zur Klimaneutralität zu bleiben. Durch das vorgezogene Zieljahr 2022 für die Klimaneutralität sei auch der Reduktionspfad angepasst worden. Die im Jahr 2021 verursachten Emissionen lägen bei rund 136.000 Tonnen CO2 und damit vier Prozent über dem Zielwert. Um die Gesamtstadt auf den Treibhausgasreduktionspfad 2035 zu bringen, seien Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen in allen Handlungsfeldern sowie der Umstieg auf erneuerbare Energien notwendig.
Liegenschaften mit Vorbildfunktion
Den städtischen Liegenschaften komme eine Vorbildfunktion zu. Für städtische Neubauvorgaben habe sich die Stadt den Plusenergiestandard gesetzt. Sanierungen kommunaler Liegenschaften würden mit dem Ziel angegangen, den Gebäudebestand klimaneutral zu sanieren. Im Bereich der städtischen Liegenschaften seien die CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr um 8.659 Tonnen CO2 auf 70.727 Tonnen CO2 pro Jahr gestiegen. Die Steigerungen seien zum Teil auch auf Veränderungen durch die Wiederinbetriebnahme von Gebäuden zurückzuführen. Gegenüber dem Basisjahr 1990 ergebe sich insgesamt ein Rückgang von 67 Prozent. Ein großer Erfolg des kommunalen Energie-Managements sei die Reduzierung des Heizenergieverbrauchs um 50 Prozent seit Beginn des Energie-Managements im Jahr 1977. Dies sei nicht nur ein Erfolg für das Klima, sondern auch eine Einsparung für die städtische Haushaltskasse: Insgesamt beliefen sich die kumulierten Einsparungen an Energie- und Wasserkosten seit dem Jahr vor Beginn des Energie-Managements auf 818,5 Millionen Euro. 2021 habe die Stadtverwaltung insgesamt 199 Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien betrieben, davon 139 Photovoltaikanlagen.
https://www.stuttgart.de
Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt
[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...
Bremen: Schornstein macht Platz für Neues
[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...
Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen
[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...
Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038
[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...
BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung
[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...
Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten
[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...
eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht
[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...
Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet
[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...
Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award
[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...
Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende
[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...
Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt
[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...
Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere
[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor
[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen
[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...
dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet
[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...














