Donnerstag, 29. Januar 2026

LeipzigPositive Bilanz zu Planspiel

[30.01.2024] Die Stadt Leipzig hat jetzt eine positive Bilanz zum ersten Planspiel Erneuerbare Energien gezogen. Die Hinweise und Anregungen sollen nun genutzt werden, um das Beteiligungsformat weiter zu verbessern.

Das Stadtplanungsamt Leipzig hat jetzt eine positive Bilanz zum ersten Bürgerplanspiel zu Potenzialflächen für erneuerbare Stromerzeugung (wir berichteten) bekannt gegeben. Wie die Stadt mitteilt, stieß das Beteiligungsformat, das erstmals ein kartenbasiertes Dialog-Tool einsetzte, auf reges Interesse und soll aufgrund des Erfolgs wiederholt werden.
Insgesamt 45 engagierte Leipzigerinnen und Leipziger hätten sich für die Veranstaltung im Neuen Rathaus registriert, wobei 28 von ihnen durch ein Losverfahren einen Platz erhielten. Das Planspiel habe sich auf die modellhafte Platzierung von Wind- und Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet fokussiert, unter Berücksichtigung von Freiflächen, Dächern und Agri-PV auf Landwirtschaftsflächen. Die Auswahl der Standorte sei dabei unter anderem anhand des jährlichen Stromertrags erfolgt.
Brigitta Ziegenbein, Leiterin des Stadtplanungsamts, betont die Bedeutung des Planspiels im Kontext der Energiewende: „Das Planspiel bietet die Möglichkeit, auf Basis aktueller Flächennutzungsdaten und direkter Bilanzierung von erneuerbaren Strommengen, im Dialog über Zielkonflikte zu diskutieren und gemeinsam nach Kompromisslösungen zu suchen.“
Angaben der Stadt Leipzig zufolge wurde in den vier Kleingruppen intensiv über einen modellhaften Technologiemix diskutiert, immer vor dem Hintergrund des Ziels einer Klimaneutralität der Stadt bis 2040. Im Abschlussplenum seien die Ergebnisse aller Gruppen vorgestellt und in einer Gesamtkarte überlagert worden. Die Szenarien hätten eine vielversprechende Deckung zwischen 50 und 100 Prozent erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch der Stadt Leipzig von 2020 ergeben.
Das Planspiel habe von den Teilnehmenden sehr positive Resonanz erhalten. Die zahlreichen Hinweise und Anregungen sollen nun genutzt werden, um das Beteiligungsformat weiter zu verbessern. Eine Wiederholung sei in Planung, jedoch noch nicht terminiert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Rahmenkonzeption der Stadt Leipzig einfließen, die darauf abzielt, Flächenpotenziale für erneuerbare Energien zu identifizieren, zu bewerten und räumlich zu steuern.



Stichwörter: Klimaschutz, Leipzig


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