LEWEntwicklung eines Wärmeplans

LEW erstellt gemeinsam mit Türkheim, Rammingen und Wiedergeltingen einen kommunalen Wärmeplan.
v.l.: Johannes Stepperger, LEW; Norbert Führer, Erster Bürgermeister Wiedergeltingen; Anton Schwele, Erster Bürgermeister Rammingen; Christian Kähler, Erster Bürgermeister Markt Türkheim
(Bildquelle: LEW)
Die Lechwerke (LEW) erstellen jetzt gemeinsam mit der Marktgemeinde Türkheim und den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Rammingen und Wiedergeltingen einen kommunalen Wärmeplan. Wie LEW mitteilt, bildet er die Grundlage für die Wärmewende in den beteiligten Kommunen. Das interkommunale Pilotprojekt startet im März und soll im Herbst abgeschlossen sein.
In dem Pilotprojekt mit den drei Kommunen werden die Experten zunächst die Ist-Situation und Potenziale der Wärmeversorgung vor Ort analysieren, um anschließend konkrete Umsetzungswege aufzuzeigen. Dabei verfolge LEW einen umfassenden Ansatz: „Uns zeichnet aus, dass wir die Energieversorgung als Ganzes betrachten – also Strom, Mobilität und Wärme zusammendenken. Zudem verfügen wir bereits über langjährige Erfahrung im Betrieb von Wärmenetzen. Deshalb können wir effiziente und nachhaltige Lösungen für die Kommunen aufzeigen“, sagt LEW-Projektleiter Johannes Stepperger.
Gemeinsame Wärmeplanung
Die Besonderheit des Pilotprojekts besteht laut LEW darin, dass die Wärmeplanung für die drei Nachbarkommunen gemeinsam durchgeführt wird und damit möglichst effiziente Lösungen entwickelt werden können. Dabei arbeite LEW eng mit RIWA zusammen, einem Unternehmen für Geographische Informationssysteme. Dadurch könnten die Daten nicht nur analysiert, sondern auch visualisiert werden. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für eine transparente Wärmeplanung.
Von den Ergebnissen profitierten die Kommunen, die ansässigen Industrie- und Gewerbebetriebe sowie die Bürgerinnen und Bürger. In den drei Kommunen leben derzeit mehr als 10.600 Menschen – verteilt auf rund 4.600 Wohneinheiten. Die Ergebnisse der Studie würden voraussichtlich im Herbst vorliegen und dann der Öffentlichkeit vorgestellt.
Einzelne Schritte
Bei der kommunalen Wärmeplanung für Türkheim, Rammingen und Wiedergeltingen werde zunächst eine Eignungsprüfung für die Gemeindegebiete durchgeführt. Dabei würden Daten wie Haushaltszahlen, Gebäudestruktur oder Art der Heizungsanlage erhoben. Anschließend würden im Rahmen der Potenzialerhebung Wärmequellen identifiziert und mit vorhandenen Wärmeanlagen und -netzen abgeglichen. Neben der Wärmeerzeugung gehe es in diesem Schritt auch um die Ermittlung von Einsparpotenzialen. Auf der Grundlage der Bestands- und Potenzialanalyse teilten die Experten einzelne Wohnviertel in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete ein und legten die kosteneffizienten Arten der Wärmeversorgung fest. Dies seien wesentliche Bestandteile des Zielszenarios und der konkreten Umsetzungsmaßnahmen.
Der Wärmeplan werde in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren erstellt und anschließend von den Kommunen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht. Er bildet die Grundlage, um mit Bürgerinnen und Bürgern, Industrie und Gewerbe sowie lokalen Klima- und Umweltschutzinitiativen die Wärmewende vor Ort umzusetzen.
Tettnang: Richtfest für Nahwärmezentrale
[24.06.2026] Das Nahwärmeprojekt in Tettnang hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Knapp elf Monate nach dem Spatenstich wurde das Richtfest für die Energiezentrale gefeiert. Die erste Versorgung öffentlicher Gebäude mit erneuerbarer Wärme ist für September 2026 vorgesehen. mehr...
Hanau: Kommunaler Beirat soll Wärmeplan begleiten
[23.06.2026] Hanau richtet einen Kommunalen Entwicklungsbeirat ein, der die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung begleiten soll. Das neue Beteiligungsformat bringt Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen und soll Konflikte bei der Wärmewende frühzeitig sichtbar machen. mehr...
DStGB/DGRV: Genossenschaften als Motor der kommunalen Wärmewende
[19.06.2026] Eine neue Publikation von DStGB und DGRV zeigt, wie Genossenschaften die kommunale Wärmewende voranbringen können. Anhand von Praxisbeispielen verdeutlicht sie, warum gerade Städte, Gemeinden und ländliche Regionen von diesem Modell profitieren. mehr...
Nürnberg: Spatenstich für neues Heizkraftwerk
[17.06.2026] N-ERGIE baut im Nürnberger Südwesten ein innovatives Heizkraftwerk für eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung. Die Anlage soll ein neues Stadtquartier und Teile des bestehenden Netzes versorgen und gilt als wichtiger Baustein der Wärmewende. mehr...
Koblenz: Konkretisierung der Wärmepläne
[15.06.2026] Koblenz treibt die kommunale Wärmeplanung voran und konkretisiert Projekte für Wärmenetze in mehreren Stadtteilen. Neue Bundesvorgaben verändern zwar den gesetzlichen Rahmen, doch für Eigentümer werden nun wichtige Weichen für die künftige Wärmeversorgung gestellt. mehr...
Krefeld/Kassel: Fortschritte bei der Wärmeplanung
[15.06.2026] Die Städte Krefeld und Kassel treiben ihre kommunale Wärmeplanung voran und schaffen damit strategische Grundlagen für die Wärmewende. Während Krefeld den politischen Fahrplan bereits beschlossen hat, hat Kassel die nächste Beschlussstufe erreicht und bereitet die verstärkte Umsetzung vor. mehr...
Stadtwerke Flensburg: Grundstein für Großwärmepumpe gelegt
[10.06.2026] Die Stadtwerke Flensburg haben den Grundstein für ihre erste Großwärmepumpe mit 60 MW thermischer Leistung gelegt. Das 70-Millionen-Euro-Projekt soll ab 2027 Wärme aus Fördewasser ins Fernwärmenetz einspeisen und ist ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. mehr...
Oldenburg: Rat hat Wärmeplanung beschlossen
[10.06.2026] Der Rat der Stadt Oldenburg hat den kommunalen Wärmeplan mit 18 Maßnahmen zur Wärmewende beschlossen. Nun startet die Umsetzung von Wärmenetzstudien, Beratungsangeboten und neuen Beteiligungsformaten, die den Umstieg auf klimafreundliche Wärmeversorgung voranbringen sollen. mehr...
Darmstadt: Fahrplan bis 2045 vorgestellt
[09.06.2026] Darmstadt hatte sich bereits 2022 zur Erarbeitung einer kommunalen Wärmeplanung entschlossen. Nach umfassender Datenerhebung liegen jetzt die Ergebnisse vor. Eine Erkenntnis: Wasserstoff ist für Darmstadt keine realistische Option zur flächendeckenden Wärmeversorgung. mehr...
RheinEnergie: Bau einer Flusswasser-Wärmepumpe startet
[09.06.2026] In Köln hat die Hauptbauphase für eine der europaweit größten Flusswasser-Wärmepumpen begonnen. Das Unternehmen RheinEnergie investiert 280 Millionen Euro in das Projekt am Standort Köln-Niehl. Ab 2028 soll die Anlage Fernwärme für bis zu 50.000 Haushalte liefern. mehr...
Kiel: Förderung für Quartierswärmemanagement
[08.06.2026] Schleswig-Holstein fördert erstmals ein Quartierswärmemanagement zur Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Die Stadt Kiel erhält dafür rund 198.000 Euro und startet in zwei Quartieren mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die Wärmewende. mehr...
Kommunale Wärmeplanung: Fossile Energieträger dominieren
[03.06.2026] Eine aktuelle Studie zur kommunalen Wärmeplanung zeigt: Großstädte setzen auf den Ausbau der Fernwärme. In kleineren Kommunen werden dezentrale Strategien mit Wärmepumpen und biogenen Energieträgern verfolgt. mehr...
Bremen: Erster Klimaturm soll Quartier versorgen
[03.06.2026] Towergy nimmt Ende Juni in Bremen den ersten Klimaturm in Betrieb, eine kompakte Luft-Wasser-Großwärmepumpe für dicht bebaute Quartiere. Das System soll erneuerbare Wärme und Kälte platzsparend bereitstellen und könnte neue Möglichkeiten für die Wärmewende in Städten eröffnen. mehr...
Berlin: Wärme aus dem Rechenzentrum für Modell-Campus
[01.06.2026] Auf dem Modell-Campus ringberlin soll künftig Wärme aus einem benachbarten Rechenzentrum genutzt werden. Langfristig ist die Wärmeversorgung des gesamten Quartiers geplant. mehr...
Wärmewende: Austauschprojekt zwischen Städten gestartet
[29.05.2026] Stuttgart, Leipzig und Köln starten mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft das Projekt GLOW-Up zur kommunalen Wärmewende. Das Netzwerk soll Städten helfen, Wärmepläne schneller umzusetzen, Bürger früh einzubinden und praxistaugliche Lösungen für Finanzierung und Infrastruktur zu entwickeln. mehr...













