Dienstag, 3. März 2026

HamburgMilliarden für klimaneutrale Energie

[29.04.2024] Experten diskutierten in Hamburg über den Ausbau der städtischen Energie-Infrastruktur und die Umsetzung der Klimaschutzziele. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Integration von Wärme-, Strom-, Gas- und Wasserstoffnetzen.
Hamburgs Energieversorgung dekarbonisieren: Über dieses Gemeinschaftsziel wurde auf einer Konferenz diskutiert.

Hamburgs Energieversorgung dekarbonisieren: Über dieses Gemeinschaftsziel wurde auf einer Konferenz diskutiert.

Jan Rispens, Geschäftsführer der Erneuerbare Energien Hamburg GmbH, bei der Eröffnung.

(Bildquelle: EEHH, Oliver Schenk)

Führende Energieexperten trafen sich vergangene Woche (25. April 2024) in Hamburg, um über den Umbau der städtischen Energie-Infrastruktur zu diskutieren. Die vom Cluster Erneuerbare Energien Hamburg und lokalen Energieversorgern organisierte Konferenz „Energiesysteme im Wandel“ befasste sich mit den Herausforderungen und Chancen der Energiewende. Jens Kerstan, Senator in der Behörde für Umwelt und Energie, unterstrich die Ambitionen der Stadt: „Bis 2045 wollen wir in Hamburg CO2-neutral sein. Dafür haben wir bereits einige innovative Projekte auf den Weg gebracht, wie die Nutzung industrieller Abwärme und den Bau der Fernwärmeleitung unter der Elbe.“
Die Konferenz, an der 150 Fachleute teilnahmen, beleuchtete unter anderem die kommunale Wärmeplanung und die Vernetzung verschiedener Energieformen. Dabei wurde auch auf den erheblichen Finanzbedarf von mehr als fünf Milliarden Euro bis 2028 hingewiesen. Christian Heine von den Hamburger Energiewerken erklärte: „Wir arbeiten am Kohleausstieg und planen, unser Fernwärmenetz deutlich auszubauen, um mehr Haushalte klimaneutral zu versorgen.“
Ein Schlüsselprojekt ist das Wasserstoffnetz HH-WIN, das laut Michael Dammann von Gasnetz Hamburg die Industrie und die Mobilität in der Stadt revolutionieren könnte. „Das Netz wird nicht nur unsere industrielle Basis stärken, sondern könnte auch für die Gebäudeheizung entscheidend sein“, so Dammann.
Die Teilnehmer diskutierten auch regulatorische und finanzielle Herausforderungen, darunter das neue Hamburger Klimaschutzgesetz, das den Infrastrukturausbau als öffentliches Interesse definiert und mehr Klarheit für die Zukunft schafft. Jan Rispens, Geschäftsführer von Erneuerbare Energien Hamburg, schloss die Konferenz mit einem positiven Ausblick: „Die heutigen Diskussionen haben bestätigt, dass die Modernisierung unserer Energie-Infrastruktur eine entscheidende Rolle für die urbane Energiewende spielt. Das Engagement der Stadt und ihrer Partner ist beeindruckend und wegweisend.“





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