SprakebüllE-Autos in Nordfriesland

Elektromobilität auf dem Land: Wegen Sprakebülls klimafreundlicher Mobilität wurde die Gemeinde Klimakommune des Monats.
(Bildquelle: Jürgen Hausen)
Zwischen Nord- und Ostsee liegt die Gemeinde Sprakebüll, in der etwa 270 Menschen leben und besonders viele Elektroautos pro Einwohner gefahren werden. Seit über 25 Jahren treibt Sprakebüll den Ausbau erneuerbarer Energien voran und erzeugt heute ein Vielfaches des Stroms, der im Ort verbraucht wird. Um Anlagen nicht länger abregeln zu müssen und das Potenzial der Erneuerbaren besser auszuschöpfen, entstand die Idee, den überschüssigen Strom für Elektroautos zu nutzen und somit auch den Verkehr klimafreundlich zu gestalten.
Neben Beratungsangeboten wurden finanzielle Anreize geschaffen, um Bürgern bei der Umstellung auf E-Mobilität zu unterstützen. Die Zuschüsse beim Ankauf eines Elektro-Pkw und beim Leasing der privaten Ladeboxen zeigen Wirkung. Sprakebüll wies zwischenzeitlich die höchste Elektroautodichte in ganz Deutschland auf.
Dörpsmobil seit 2016
Ein weiterer Aspekt der zukunftsorientierten Mobilität im Dorf ist das Carsharing-Konzept. 2016 wurde das Dörpsmobil ins Leben gerufen. Dörps ist Plattdeutsch und bedeutet Dorf, das Dörpsmobil ist ein Auto für die Menschen in Sprakebüll. Der Elektro-Pkw kann gegen eine kleine Gebühr ausgeliehen werden und soll dazu beitragen, den Zweitwagen in vielen Haushalten zu ersetzen. Das Konzept wird nicht nur in der Energie-Kommune des Monats gut angenommen, auch andere Gemeinden in Schleswig-Holstein folgen dem Beispiel und haben ein Gemeinschaftsauto angeschafft. „Elektromobilität und Carsharing sind keineswegs nur im urbanen Raum umsetzbar und nachgefragt“, betont Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Sprakebüll zeigt, dass die Verkehrswende in ländlichen Regionen gelingen kann, wenn die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung mit einfließen.“
Beteiligung sorgt für breite Akzeptanz
Bereits 1998 wurde ein erster Bürgerwindpark mit fünf Windenergieanlagen errichtet. 2011 kam ein weiterer Windpark in Bürgerhand hinzu, den sich die Gemeinde mit dem Nachbardorf Stadum teilt. Auch zwei Bürgersolarparks erzeugen erneuerbaren Strom. Durch die Erlöse der Anlagen profitieren Bürger direkt, zudem füllen die Einnahmen aus Gewerbesteuern die Gemeindekasse. So wurden zahlreiche Investitionen ermöglicht, die den Einwohnern zu Gute kommen. Neben der Subventionierung der Elektromobilität und des Dörpsmobils, waren das bislang beispielsweise der Ausbau von Fahrradwegen und Musikunterricht für Kinder. Auch soziale Einrichtungen und eine, durch den Windpark gegründete Stiftung werden bedacht. Neben der daraus resultierenden hohen Akzeptanz hat in der Kommune die Bedeutung erneuerbarer Energien als Wirtschaftszweig in der Region stetig zugenommen.
Neben erneuerbarem Strom und klimafreundlicher Mobilität wurde auch die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt. Seit 2013 wird die Abwärme einer Biogasanlage an über 60 Häuser im Dorf geleitet und stellt den Bewohnern klimafreundliche Wärme bereit.
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